Energiewende

Größter Batteriespeicher Deutschlands entsteht im Salzlandkreis

Im Salzlandkreis entsteht der derzeit größte Batteriespeicher Deutschlands. Eco Stor liefert nun täglich bis zu 15 Schwertransporte mit Batteriemodulen an die Baustelle.

OAZ
2 Min
Förderstedt: Der Bau des großen Energiespeichers im Salzlandkreis schreitet voran. Für das Projekt hat nach Angaben des Unternehmens Eco Stor eine besonders intensive Bauphase begonnen. (24.04.2026)

Förderstedt: Der Bau des großen Energiespeichers im Salzlandkreis schreitet voran. Für das Projekt hat nach Angaben des Unternehmens Eco Stor eine besonders intensive Bauphase begonnen. (24.04.2026)

© Eco Stor/dpa

Im Salzlandkreis schreitet der Bau eines Großspeichers für elektrische Energie voran, der nach Angaben des verantwortlichen Unternehmens Eco Stor die derzeit größte im Bau befindliche Batterieanlage Deutschlands ist. Wie das Unternehmen mitteilte, hat eine besonders intensive Bauphase begonnen: Bis Ende Juni sollen rund 300 vormontierte Module mit Batterien und Technik angeliefert und vor Ort installiert werden.

Die Anlieferung läuft nach Unternehmensangaben seit Kurzem auf Hochtouren. Geplant sind täglich bis zu 15 Schwertransporte, die über die Autobahn 14 und die umliegenden Bundesstraßen rollen. In den Containern befinden sich neben den Batterien auch Wechselrichter, also jene Geräte, die den in den Akkus gespeicherten Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom umwandeln. Beides zusammen bildet das Kernstück des Speichersystems.

Die geplante Leistung der Anlage liegt bei 300 Megawatt, die Kapazität bei mehr als 700 Megawattstunden. Rechnerisch könnte der Speicher damit rund 500.000 Haushalte etwa zwei Stunden lang mit Strom versorgen. Anlagen dieser Größenordnung sollen dazu beitragen, Strom aus Wind- und Solarkraftwerken verlässlicher in das Netz einzuspeisen. Im Unterschied zu konventionellen Kraftwerken, die nur vergleichsweise langsam auf Lastveränderungen reagieren können, ist der Batteriespeicher laut Unternehmen in der Lage, Schwankungen im Stromnetz binnen Sekunden auszugleichen. Eco-Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer ordnete das Projekt energiepolitisch ein: „Mitten in der Preiskrise fossiler Energieträger zeigen wir mit diesem Projekt auf, wie wir die alten, auf Verbrennung ausgelegten Energiesysteme hinter uns lassen."

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Technisch wird der Speicher in drei voneinander unabhängige Blöcke unterteilt. Dadurch lassen sich nach Angaben des Unternehmens einzelne Teile bereits in Betrieb nehmen, bevor die gesamte Anlage fertiggestellt ist, und schon frühzeitig zur Stabilisierung des Netzes beitragen. Die Inbetriebnahme der ersten Komponenten ist nach Unternehmensangaben für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

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