Der Groschen Markt verschwindet nicht komplett – aber fast zur Hälfte. Nach der Insolvenz der Discounterkette hat der Insolvenzverwalter für 22 von 41 Filialen einen Käufer gefunden. Das teilte der Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann mit.
Betroffen sind fast ausschließlich Standorte in Ostdeutschland. Viele Läden bleiben geöffnet – allerdings meist unter neuem Namen. Wer wo weiter einkaufen kann, wie viele Jobs erhalten bleiben und warum die Kette überhaupt insolvent wurde, im Überblick.
Groschen Markt-Insolvenz: 22 von 41 Filialen finden Käufer
Rund die Hälfte der Märkte kann weiterlaufen. Für 22 der insgesamt 41 Filialen wurden nach Angaben des Insolvenzverwalters Käufer gefunden.
Die meisten Standorte firmieren allerdings nicht mehr als Groschen Markt, sondern werden unter neuem Namen fortgeführt. Nur in Thüringen bleibt die vertraute Marke bei drei Filialen erhalten.
Übernommen haben die Läden nach Darstellung von Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann andere Einzelhändler.
Was war der Groschen Markt?
Der Groschen Markt war ein Non-Food-Discounter mit klarem Schwerpunkt in Ostdeutschland. Betrieben wurden die Läden von der DEC Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Thüringen.
Im Sortiment standen vor allem günstige Alltagswaren – von Werkzeug über Haushaltsartikel bis zum Gartenzubehör. Damit stand die Kette in direkter Konkurrenz zu Baumärkten und anderen Non-Food-Anbietern.
Wo bleibt der Groschen Markt erhalten? Die Standorte im Überblick
Die fortgeführten Filialen liegen ausschließlich in Ostdeutschland. Laut der Übersicht des Insolvenzverwalters verteilen sie sich auf vier Bundesländer.
Hier bleibt der Groschen-Markt erhalten:
- Thüringen: 10 Märkte, unter anderem in Ohrdruf, Geismar und Saalfeld
- Sachsen-Anhalt: 6 Märkte, unter anderem in Dessau und Blankenburg
- Sachsen: 4 Märkte, unter anderem in Dresden und Frohburg
- Brandenburg: 2 Märkte, in Brandenburg an der Havel und in Sperenberg
Das Filialnetz schrumpft damit auf einen Kernbestand zusammen. Viele der Standorte liegen in kleineren Städten – dort fällt mit den Schließungen ein günstiger Anlaufpunkt für Alltagswaren weg.
Wie viele Jobs bleiben nach der Insolvenz erhalten?
In den Groschen Märkten arbeiteten nach Unternehmensangaben rund 170 Menschen. Etwa 80 Arbeitsplätze können nach Angaben von Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann gesichert werden.
Für rund die Hälfte der Belegschaft bedeutet das Ende der Kette in ihrer bisherigen Form dagegen den Verlust des Arbeitsplatzes.
Warum wurde der Groschen Markt insolvent?
Die DEC Handelsgesellschaft mbH hatte im Dezember 2025 Insolvenzantrag gestellt. Als Grund nennt der Insolvenzverwalter die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kundschaft.
Selbst günstige Anbieter bekamen diese Entwicklung zu spüren. Noch im März hatte es geheißen, bis zu 30 der 41 Märkte könnten erhalten bleiben.
Am Ende fanden sich Käufer für nur 22 Standorte – deutlich weniger als zunächst erhofft. Die Gespräche mit teils namhaften Investoren hätten sich angesichts des schwierigen Marktumfelds lange hingezogen, erklärte Spiekermann.
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Unter dem alten Namen sollen nur die drei Filialen in Thüringen weiter öffnen. Alle anderen übernommenen Standorte laufen künftig unter einer anderen Bezeichnung.
Non-Food-Discounter in der Krise
Der Groschen Markt ist kein Einzelfall. Auch andere bekannte Non-Food-Discounter wie McGeiz oder Kodi rutschten zuletzt in die Insolvenz, wie die Bild-Zeitung berichtet.
Für den Groschen Markt zeichnet sich unterdessen weitere Bewegung ab: Für November wird nach Angaben des Insolvenzverwalters eine zusätzliche Übernahme erwartet. Ganz vom Markt verschwindet die Kette damit vorerst nicht.
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