Ein Großbrand hat in Borna zwei denkmalgeschützte Gebäude schwer beschädigt. Während das Hauptgebäude des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Braunkohlenwerks Borna durch die schnellen Einsätze der Feuerwehr gerettet werden konnte, brannte das benachbarte Kutscherhaus vollständig aus. Die Löscharbeiten, an denen 50 Einsatzkräfte beteiligt waren, dauerten über sieben Stunden. Am Dienstagvormittag mussten erneut Glutnester bekämpft werden.
„Robo Faber“ am Staatsschauspiel Dresden: Kann man Max Frisch ins KI-Zeitalter übersetzen?
Dennoch wird die Immobilie, die idyllisch am Nordwestrand Bornas gelegen ist, weiterhin als „denkmalgeschütztes Juwel im Leipziger Neuseenland“ beworben. Der zuständige Makler hat auf Medienanfragen bisher nicht reagiert. Das Anwesen, das seit rund 20 Jahren leer steht, gehört einem Bildungsträger und ist laut der Projektbörse „Dezentrale“ sanierungsbedürftig. Auf dem Gelände hatten bereits im November 2025 Flammen gewütet. Die Polizei ermittelt aktuell zu den Ursachen des jüngsten Feuers, äußerte sich aber bislang nicht dazu, ob Brandstiftung vorliegt.
Obwohl die Stadt Borna nach dem jüngsten Brand einen Zaun aufstellen ließ, ist das Gelände laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung weiterhin leicht zugänglich. Eingeschlagene Fenster, Müll und Schmierereien deuten auf häufigen illegalen Zutritt hin. Die Denkmalschutzbehörden des Landkreises Leipzig und des Landesamtes prüfen nun, ob nach den umfangreichen Schäden noch genügend denkmalwerte Bauteile erhalten sind. Behördensprecherin Brigitte Laux erklärte, dass dies entscheidend für die künftige Einstufung der Gebäude sei.
Söder will Bundesländer verschmelzen: Aber auf Sachsen-Bayern hat er natürlich keine Lust
Stadt muss Kosten der Löscheinsätze tragen
Die Stadt Borna bleibt auf den Kosten der wiederholten Einsätze sitzen, da die Brandbekämpfung nur dann in Rechnung gestellt werden kann, wenn ein Verursacher gefunden wird. Stadtsprecher Sirko Konrath betonte, dass die Bauverwaltung im Austausch mit dem Eigentümer stehe, um mögliche Sicherungsmaßnahmen zu besprechen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]