Immobilienmarkt

Großbrand in Borna: Denkmalgeschütztes Gebäude stark beschädigt

Ein nach einem Großbrand stark beschädigtes Gebäude in Borna wird weiterhin als „Juwel im Leipziger Neuseenland“ beworben.

OAZ
2 Min
Könnte am Immobilienmarkt vermutlich auch als "Juwel" durchgehen: Eine Brandruine (Symbolbild).

Könnte am Immobilienmarkt vermutlich auch als "Juwel" durchgehen: Eine Brandruine (Symbolbild).

© Markus Hötzel/imageBROKER/IMAGO

Ein Großbrand hat in Borna zwei denkmalgeschützte Gebäude schwer beschädigt. Während das Hauptgebäude des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Braunkohlenwerks Borna durch die schnellen Einsätze der Feuerwehr gerettet werden konnte, brannte das benachbarte Kutscherhaus vollständig aus. Die Löscharbeiten, an denen 50 Einsatzkräfte beteiligt waren, dauerten über sieben Stunden. Am Dienstagvormittag mussten erneut Glutnester bekämpft werden.

Dennoch wird die Immobilie, die idyllisch am Nordwestrand Bornas gelegen ist, weiterhin als „denkmalgeschütztes Juwel im Leipziger Neuseenland“ beworben. Der zuständige Makler hat auf Medienanfragen bisher nicht reagiert. Das Anwesen, das seit rund 20 Jahren leer steht, gehört einem Bildungsträger und ist laut der Projektbörse „Dezentrale“ sanierungsbedürftig. Auf dem Gelände hatten bereits im November 2025 Flammen gewütet. Die Polizei ermittelt aktuell zu den Ursachen des jüngsten Feuers, äußerte sich aber bislang nicht dazu, ob Brandstiftung vorliegt.

Obwohl die Stadt Borna nach dem jüngsten Brand einen Zaun aufstellen ließ, ist das Gelände laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung weiterhin leicht zugänglich. Eingeschlagene Fenster, Müll und Schmierereien deuten auf häufigen illegalen Zutritt hin. Die Denkmalschutzbehörden des Landkreises Leipzig und des Landesamtes prüfen nun, ob nach den umfangreichen Schäden noch genügend denkmalwerte Bauteile erhalten sind. Behördensprecherin Brigitte Laux erklärte, dass dies entscheidend für die künftige Einstufung der Gebäude sei.

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