Der Waldbrand auf einem ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz bei Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern hat sich auf rund 80 Hektar ausgebreitet. Das teilte ein Sprecher des Landkreises der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Rund 160 Einsatzkräfte sind vor Ort, haben wegen Munition im Boden aber Schwierigkeiten.
Munition auf ehemaligen Schießstand erschwert Löschung
Aktive Löscharbeiten im Brandgebiet sind nach Angaben des Landkreises nicht möglich, da das Gelände schwer mit Munition belastet ist. Aus Sicherheitsgründen für die Einsatzkräfte werden lediglich die Randbereiche mit Wasser benetzt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
In der Nacht habe sich die Lage durch die niedrigeren Temperaturen etwas entspannt, hieß es weiter. Mit steigenden Temperaturen im Tagesverlauf werde die Brandbekämpfung jedoch wieder schwieriger. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll der Wind auf 30 Kilometer pro Stunde auffrischen, allerdings in Richtung Osten und damit nicht auf Neustrelitz zu.
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Panzer und Hubschrauber nicht für Einsatz geeignet
Der Einsatz von Panzern oder Hubschraubern wurde laut dpa durch den Landkreis geprüft, aber verworfen. Auf dem Gelände könne kein Panzer fahren, und ein Hubschrauber würde zu hoch fliegen. Beide Mittel werden derzeit nicht angefordert.
Das Polizeipräsidium Neubrandenburg hatte den Brand am Mittwochnachmittag erstmals gemeldet. In der Meldung war von einem Ödlandbrand auf mehr als 42 Hektar die Rede, der sich aus Richtung Peckatel ausbreitete. Die Bundesstraße 193 zwischen Peckatel und Neustrelitz wurde von der Polizei gesperrt. Das Brandgebiet wird vor unbefugtem Betreten gesichert.
Das nahegelegene Krankenhaus wurde nach Angaben der Polizei vorsorglich über den Brand informiert. Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in der Umgebung wurden zur Sicherheit aus dem Gefahrenbereich gebracht. Das weitere Vorgehen wird laut Polizei eng mit Feuerwehr, Rettungsdiensten und Munitionsbergungsdienst abgestimmt.
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