Bauen

Grundsteinlegung: Neues LKA in Barleben kostet 420 Millionen Euro

Gut 700 Beschäftigte des Landeskriminalamts sollen 2029 aus Magdeburg und Schönebeck in den Technologiepark Ostfalen umziehen.

2 Min
Vertreter von Land und LKA mauern den Grundstein für den Neubau des Landeskriminalamts ein.

Vertreter von Land und LKA mauern den Grundstein für den Neubau des Landeskriminalamts ein.

© Peter Gercke

In Barleben ist am Montag der Grundstein für den Neubau des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen-Anhalt gelegt worden. Das Land investiert 420 Millionen Euro, wie das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt mitteilte. Finanzminister Michael Richter, Innenministerin Tamara Zieschang, LKA-Direktorin Birgit Specht, Landrat Martin Stichnoth und Barlebens Bürgermeister Frank Nase legten den Grundstein gemeinsam. Der Bau im Technologiepark Ostfalen ist das größte laufende Bauvorhaben der Landespolizei.

Auf dem gut sieben Hektar großen Gelände wird seit etwa einem Jahr gearbeitet, sechs Kräne stehen dort. Den Bau führt die Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt (IPS) im Auftrag des Landes aus. Geplant sind mehr als 20.000 Quadratmeter Raumfläche für gut 700 Bedienstete, darunter etwa 3500 Quadratmeter für EU-zertifizierte Labore, unter anderem ein Chemie- und ein Biologielabor. Hinzu kommen Räume für Aus- und Fortbildung, Sport, Lager und Umkleiden sowie Stellplätze und Garagen für Dienstfahrzeuge. Umziehen soll die Behörde nach derzeitigem Stand im Jahr 2029.

LKA sitzt bisher verteilt in Magdeburg und Schönebeck

Bislang arbeitet das LKA in mehreren Gebäuden in Magdeburg und Schönebeck (Elbe). Die Räume reichen nicht mehr aus, die Datenleitungen müssen erneuert werden, und in Magdeburg besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Eine Sanierung des Hauptgebäudes bei laufendem Betrieb hat das Land als unwirtschaftlich und aus Arbeitsschutzgründen als nicht umsetzbar verworfen. Das Amt für Immobilien- und Baumanagement hatte 20 Liegenschaften als mögliche Standorte geprüft. Für Barleben sprachen die Verkehrsanbindung und die erfüllbaren Sicherheitsstandards.

Zieschang nannte den Neubau einen „Quantensprung für die vielen Kollegen, die ihre kriminalpolizeiliche Expertise künftig an einem Standort bündeln können“. Richter dankte dem Landkreis Börde, der Gemeinde Barleben und dem Technologiepark für die Unterstützung.

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