Seevogel

H5N1-Vogelgrippe: Australien bestätigt ersten Fall auf dem Festland

Australien bestätigt die Infektion eines Vogels mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1. Es handelt sich um den ersten Fall auf dem australischen Festland.

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Eine Braune Skua in Australien: Erstmals wurde ein Fall des Vogelgrippe-Virus H5N1 auf dem australischen Festland bestätigt.

Eine Braune Skua in Australien: Erstmals wurde ein Fall des Vogelgrippe-Virus H5N1 auf dem australischen Festland bestätigt.

© Agami/Marc Guyt/imago

Australien hat den ersten Nachweis des Vogelgrippe-Stamms H5N1 auf seinem Festland bestätigt, wie Agrarministerin Julie Collins laut dem Sender ABC am Samstag mitteilte. Der Erreger wurde demnach in einem Zugvogel nachgewiesen, der an einem Strand im Cape Le Grand National Park nahe der Stadt Esperance im Bundesstaat Western Australia gefunden wurde.

„Es gibt derzeit keine Hinweise auf ein Massensterben und keine Hinweise auf eine Infektion in der Geflügelhaltung“, erklärte die Ministerin. Bei einem zweiten verstorbenen Vogel wird laut der westaustralischen Landwirtschaftsministerin Jackie Jarvis derzeit geprüft, ob es sich um denselben Stamm des Virus handele.

Letzter Kontinent ohne Nachweis

Bis zu diesem Fall war das australische Festland nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters der einzige Kontinent ohne bestätigten H5N1-Nachweis. Auf dem entlegenen australischen Außengebiet Heard Island im südlichen Indischen Ozean war das Virus bereits im Oktober 2025 festgestellt worden. Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie schätzt laut BBC, dass dort seit August des vergangenen Jahres rund 13.000 einer Gruppe von 17.000 jungen Robben an H5N1 verendet sind.

Premierminister Anthony Albanese sprach laut Reuters von einer besorgniserregenden Entwicklung. Seine Regierung werde alles tun, um eine Ausbreitung einzudämmen.

Geflügelwirtschaft im Fokus

Australiens oberste Veterinärmedizinerin Beth Cookson sagte ABC, die Behörden bereiteten sich seit langem auf einen solchen Fall vor. Innerhalb weniger Tage werde sich zeigen, ob das Virus bereits in weiteren Tierpopulationen zirkuliere, erklärte die Beauftragte für bedrohte Arten, Fiona Fraser.

Michelle Rodan, leitende Veterinärin in Western Australia, betonte, der Schutz der Geflügelwirtschaft habe oberste Priorität. Möglich seien etwa Aufstallungsgebote, um Kontakt zwischen Wild- und Nutzvögeln zu unterbinden. Die australische Regierung hatte laut ABC im vergangenen Oktober 95 Millionen australische Dollar für Biosicherheit bereitgestellt, weitere 11,2 Millionen kamen kurz vor dem aktuellen Fund hinzu.

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Die Vogelgrippe kann laut BBC neben Vögeln auch Tiere wie Füchse, Robben und Otter infizieren. Der Stamm H5N1 sei erstmals in den 1990er-Jahren in China aufgetreten. Menschliche Infektionen mit H5N1 sind dem Bericht zufolge weiterhin selten und treten meist nach direktem Kontakt mit erkrankten Tieren auf.

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