Die Frühjahrsbelebung im ostsächsischen Handwerk ist nach Angaben der Handwerkskammer Dresden ausgeblieben. Wie aus der aktuellen Konjunkturanalyse für das Frühjahr 2026 hervorgeht, melden 42 Prozent der Betriebe sinkende Umsätze. Im Vorjahr waren es noch 37 Prozent. Der Geschäftsklimaindex liegt bei 104 Punkten und damit drei Punkte unter dem Vorjahreswert.
Lediglich ein Drittel der Handwerksbetriebe bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut, drei Prozentpunkte weniger als im Frühjahr 2025. Der Anteil der Firmen mit schlechter Geschäftslage stieg um fünf Prozentpunkte auf 22 Prozent. Auch die Erwartungen seien gedämpft, teilte die Kammer mit: Zwei Drittel der Unternehmen rechnen mit gleichbleibenden Geschäften im nächsten Quartal, ein Fünftel mit einer Verschlechterung.
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Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, sagte: „Die Frühlingsbelebung ist ausgefallen. Stattdessen herrscht weiterhin Stagnation vor.“ Die Politik müsse die Alarmsignale ernster nehmen und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Weg bringen.
Kritik an der Verkehrsinfrastruktur
Eine Sonderumfrage der Kammer zeigt zudem Mängel bei der Verkehrsinfrastruktur. Ein Viertel der Betriebe bewertet den Zustand der Straßen als eher schlecht, zehn Prozent als sehr schlecht. 29 Prozent der Firmen haben nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Monaten Aufträge in bestimmten Regionen wegen der Infrastruktur abgelehnt.
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Kammerpräsident Jörg Dittrich erklärte: „Die marode Infrastruktur belastet das Handwerk bereits erheblich. Baustellenstaus, schlechte Straßen und kaputte Brücken kosten Zeit und Geld.“ Notwendig seien ein nachhaltiger Infrastrukturausbau sowie mehr Mittel für die Sanierung von Straßen und Brücken.
77 Prozent der Unternehmen berichten laut Kammer von gestiegenen Einkaufspreisen, 47 Prozent von höheren Verkaufspreisen. Bei den Investitionen agieren die Betriebe zurückhaltend: 44 Prozent haben ihre Investitionen zurückgefahren, nur neun Prozent wollen sie ausweiten. 19 Prozent der Betriebe meldeten sinkende Beschäftigtenzahlen, acht Prozent steigende.
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