Der Präsident der IHK zu Rostock sieht große Chancen für Rostock durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und den Bau der dafür benötigten Konverterplattformen. „Hier reden wir über Hightech-Anlagen, die für die Anbindung von Offshore-Windparks unverzichtbar sind“, erklärte Klaus-Jürgen Strupp. „Dass diese künftig wieder in Deutschland – konkret vor unserer Haustür – gebaut werden sollen, ist ein industriepolitischer Durchbruch.“
Neben Mecklenburg-Vorpommern will auch Bayern den Bau sogenannter Konverterplattformen in Mecklenburg-Vorpommern mit Bürgschaften absichern, wie das Schweriner Wirtschaftsministerium bestätigte. Weitere Bundesländer sollen folgen. Konverterplattformen sind Hightech-Anlagen auf See, die den von Offshore-Windrädern erzeugten Wechselstrom bündeln und in Gleichstrom umwandeln, um ihn möglichst verlustfrei zu transportieren.
Schwesig und Söder machen gemeinsame Sache: Hunderte Millionen Euro Bürgschaft für Neptun-Werft
Die Rostocker Neptun Werft, die zur niedersächsischen Meyer-Gruppe gehört, will diese Plattformen gemeinsam mit dem Münchner Technologiekonzern Siemens Energy fertigen. Dafür hatte die Neptun Werft mit dem belgischen Stahlkonzern Smulders bereits ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet.
Bis zu 300 Millionen Euro für Baufinanzierung
Mecklenburg-Vorpommern kann laut Ministerium nach einer Gesetzesänderung Bürgschaften bis zu 300 Millionen Euro für die Bauzeitfinanzierung gewähren – vorausgesetzt, der Bund beteiligt sich ebenfalls.
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Strupp spricht von einem „Offshore-Wind-Boom“, der aber auch massive Herausforderungen bringe. „Fachkräfte fehlen, Flächen werden knapp, Infrastruktur stößt an Grenzen. Selbst bei den Konverterplattformen sehen wir: Genehmigungen, Flächensanierung und Abstimmungen dauern zu lange.“
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat für Donnerstag zum 3. Baltic Sea Business Day in Rostock eingeladen, an dem unter anderem auch die IHK beteiligt ist. Bei dem Spitzentreffen von Vertretern aus Ostseeanrainer-Staaten sollte es in diesem Jahr vor allem um die Themen maritime Sicherheit, Innovationen und Nachhaltigkeit gehen. (mit dpa)
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