Es war kein technischer Defekt, kein Unwetter und auch kein Sicherheitsalarm, der den Flugverkehr am Dresdner Flughafen am Sonntagabend kurzzeitig ins Stocken brachte – sondern ein einzelner Hase. Das Tier hatte sich offenbar Zugang zum Rollfeld verschafft und wurde beim Landen von einem Flugzeug überrollt.
Was zunächst wie ein kurioses Missgeschick wirkte, löste umgehend ein aufwendiges Sicherheitsprozedere aus: Die Start- und Landebahn wurde sofort gesperrt und einer gründlichen Kontrolle unterzogen.
Ein Feldhase gelangte trotz der hohen Zäune auf die Landebahn (Symbolbild).
© Erhard Nerger/Imago
Die Folgen waren spürbar: Eine Maschine aus Zürich musste auf den Flughafen Leipzig/Halle ausweichen, zwei weitere Flugzeuge - eine Cessna aus Hannover und Urlaubsflieger aus Barcelona - kreisten derweil in der Warteschleife über der sächsischen Landeshauptstadt. Erst nach rund einer halben Stunde gab der Flughafensprecher Uwe Schuhart Entwarnung – die Bahn wurde freigegeben, der Betrieb lief wieder an. Ein Schaden am Flugzeug sei nicht entstanden.
Für Schuhart ist der Vorfall dennoch bemerkenswert: Zwar sei der Flughafen ein geschlossenes System, gesichert durch einen mehr als zwei Meter hohen Zaun, der größere Tiere wie Rehe oder Wildschweine zuverlässig fernhalte. Doch gegen kleinere Tiere wie Hasen biete dieser Schutz offenbar keine absolute Garantie.
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Zusätzlich fahren Mitarbeiter mehrmals täglich die Bahn ab, um das Gelände zu kontrollieren und etwaige Eindringlinge zu verscheuchen. Dennoch: Eine Kollision auf der Landebahn habe es – abgesehen von diesem Vorfall – in den vergangenen Jahren nicht gegeben, betonte Schuhart.
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