Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses im sächsischen Görlitz geht die Suche nach den zwei weiterhin vermissten Personen weiter. Bei den ihnen handelt es sich um eine 26-jährige Frau aus Rumänien und den 48-jährigen Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit.
Die Rettungskräfte drangen am Donnerstag im vorderen Teil des Hauses bis zum Erdgeschoss und Keller vor. Im hinteren Bereich hatten sie das Hochparterre erreicht. Dort wird der vermisste Mann vermutet. Es besteht weiterhin die Hoffnung, die beiden Vermissten noch lebend zu finden.
Am späten Mittwwochabend bargen Einsatzkräfte eine tote Frau aus den Trümmern. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 25-jährige Rumänin, die nach dem Unglück vermisst worden war. Dies teilte die Polizei in Görlitz in der Nacht zu Donnerstag mit.
Ein Personensuchhund hatte am späten Mittwochabend eine verschüttete Person unter den Trümmern angezeigt. Gegen 22.30 Uhr seien die Einsatzkräfte auf die Frau gestoßen. Ein hinzugerufener Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr entfernten anschließend die Trümmer um die Person herum, damit sie geborgen werden konnte.
Hauseinsturz in Görlitz: Tote ist eine 25-jährige Frau
Die Kriminalpolizei und Kriminaltechniker sicherten den Angaben zufolge Spuren und nahmen die Ermittlungen auf. Die Beamten identifizierten die Tote als die vermisste 25-Jährige aus Rumänien. Der Polizeiführer informierte gemeinsam mit Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) und einem Seelsorger die Angehörigen.
Görlitz: Polizei hofft weiter auf Überlebende unter Trümmern
Vor dem Fund der Toten waren nach Polizeiangaben weiterhin drei Menschen vermisst worden. Ein Polizeisprecher hatte der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung und der Berliner Zeitung am Mittwochvormittag gesagt: „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir noch Überlebende finden können“. Die Einsatzkräfte arbeiteten „auf Hochtouren“.
An der Bergung sind nach Polizeiangaben zwei schwere Kräne im Einsatz, unterstützt von Technischem Hilfswerk (THW) und Feuerwehr. Eine dreistellige Zahl an Einsatzkräften arbeitet im Dreischichtbetrieb. Wie THW-Sprecher Daniel Hofmann erklärte, müsse der Schutthaufen größtenteils per Hand beräumt werden, da durch den Einsatz schweren Geräts Verletzungsgefahr für mögliche Opfer bestehe.
Das eingestürzte Gebäude an der James-von-Moltke-Straße war ein Bau mit Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und Spitzdach. Die Ursache des Einsturzes am Montagnachmittag ist nach Polizeiangaben weiter unklar. Gebäude, die nach dem Einsturz des Hauses vorerst evakuiert worden, sind mittlerweile wieder bewohnbar. Der Zutritt zu den Häusern im inneren Radius der Sicherungszone ist hingegen für die Bewohner nur zeitweise und in Begleitung der Polizei möglich.
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