Heidi Klums Halloween-Party ist jedes Jahr auch eine Modenschau des Makabren. Auf dem blauen Teppich in New York zeigten die Gäste diesmal, wie unterschiedlich sie Grusel interpretieren: mit ausgefeilten Verwandlungen, popkulturellen Anspielungen und teilweise leider auch mit Einfallslosigkeit.
Abgerissene Hand: Heidi Klum schockt mit Halloween-Kostüm
„Die totale Freakshow“: Heidi Klums „Heidifest“ bringt nicht nur Traditionalisten auf die Palme
Karen Mulder überzeugte als Karl Lagerfeld sogar mit Choupette unterm Arm. Rebecca Mir und Massimo Sinató setzten als Neo und Trinity auf einen ebenso heißen wie zeitgemäßen Look. Andere Auftritte ließen uns trotz guter Idee modisch ratlos zurück. Unsere Tops und Flops der Nacht lesen Sie hier.
Top: Für Model Karen Mulder war die diesjährige Heidiween-Party ihr Halloween-Debüt – und sie zeigt gleich, wie Halloween auch fashionable geht. Mit weißen, nach hinten gebundenen Haaren, schwarzem Anzug und Sonnenbrille verkörperte sie unverkennbar Modeikone Karl Lagerfeld. Sogar seine Katze Choupette trug sie unter dem Arm. Der Anzug soll ein Original-Look von 2014 sein, den Lagerfeld selbst bei einer Herbst-Winter-Show von Chanel trug. Mulders Manager Justin Veijers besitze mehrere Hundert Original-Outfits des Designers. Dieser begleitete sie übrigens als Anna Wintour zur Party – eine passende Wahl, denn die ehemalige US-Vogue-Chefredakteurin und Lagerfeld verband eine enge Freundschaft.
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Flop: Ein Händchen für Familienangelegenheiten, aber keines für Gruppenkostüme. Heidi Klum mit ihren Kindern Lou Sulola Samuel (l.), Johan Samuel und Leni Klum in New York. Heidi kam als ihre eigene eiskalte Hand. Eigentlich wäre das eine Steilvorlage gewesen, als Addams Family die Kostüme abzustimmen. Stattdessen kam Tochter Lou in einem gänzlich ungruseligen Kostüm der Figur Starfire aus der Zeichentrickserie „Teen Titans“, Leni als Miss Piggy. Einzig Sohn Johan könnte als Uncle Fester durchgehen, kam aber de facto als Zombie. Da können sich die Kids noch ein bisschen Verve von der Mutter abschauen, finden wir.
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Flop: Germany’s-Next-Topmodel-Gewinnerin der elften Staffel Kim Hnizdo nutzte ihr Kostüm für eine Botschaft. Grau bemalt, mit silbernem Korsett-Top, Bikinihose und Handschuhen erschien sie mit einer Babybauch-Prothese auf der Party. Dazu hielt sie ein Plakat mit der Aufschrift „Humanity is pregnant with its own extinction“ in der Hand. Gemeint sind wohl menschengemachte Krisen wie Kriege und der Klimawandel – Themen, die durchaus gruseligen Stoff für ein eindrückliches Halloween-Kostüm bieten. Der Gedanke hinter dem Kostüm verdient Anerkennung, wirkt aber durch die Umsetzung mit Korsett und Silberfarbe etwas einfallslos. Pluspunkte für das Statement, modisch überzeugt der Look weniger.
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Top: Little-Mix-Sängerin Jade Thirlwall verwandelte sich, angelehnt an ihren Song „Angel of My Dreams“, kurzerhand in einen Engel unserer Albträume – und brachte damit die Gerüchteküche in den sozialen Medien zum Brodeln. Ihr steinerner Look mit pompösen Engelsflügeln erinnert an die Engel von Victoria’s Secret. Zufall? Erst vor wenigen Wochen lief Kylie Jenner zu Thirlwalls Song über den Laufsteg der wiederbelebten Modenschau. Ob Thirlwall mit ihrem Kostüm darauf anspielt oder einfach Lust auf einen düsteren Engel hatte, bleibt offen. Als Halloween-Look funktioniert die Idee so oder so: aufwendig, unheimlich und mit genug Raum für Spekulationen.
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Flop: Makaber und taktlos auf mehreren Ebenen, wenn auch einwandfrei umgesetzt. Alexis Stone ist der Künstlername des britischen Make-up- und Drag-Künstlers Elliot Joseph Rentz. Bekannt ist er für verblüffend realistische Verwandlungen in Prominente mithilfe von Make-up, Perücken und Gesichtsprothesen. Auf Heidi Klums Halloween-Party 2026 erschien er als Michael Jackson. Seine Spezialität ist die Verwandlung in bereits verstorbene Popstars und Celebritys. Erst kürzlich sorgte Alexis Stone bei der Pariser Fashion Week für Aufsehen. Er verwandelte sich täuschend echt in den verstorbenen Designer Thierry Mugler. Zumindest an Halloween ist das Wiederauflebenlassen von Geistern Teil des Programms. Er muss sich nur hüten, dauerhaft von ihnen heimgesucht zu werden.
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Top: Neil Patrick Harris und David Burtka kamen als schaurige Zwillinge aus dem Film „The Shining“ von Stanley Kubrick. Nicht nur, dass die beiden ein super Paarkostüm ausgewählt haben, bei dem man den ganzen Abend Händchenhalten kann, auch in der Umsetzung bekommen sie von uns die Höchstnote. Hoffentlich begegnen wir ihnen nicht auf dem Hotelflur!
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Top: Rebecca Mir und Massimo Sinató erschienen erneut in einem Outfit, das ebenso gut fürs KitKat geeignet sein könnte. Zu einer Halloween-Party passt es allerdings viel besser als zum roten Teppich des Deutschen Fernsehpreises. Noch dazu, wo die beiden sich diesmal als Neo und Trinity aus der „Matrix“ verkleideten, ein hochbrisantes Kostüm, das perfekt in diese gruseligen Zeiten von KI und Simulation passt. Hot, smart und auf den Punkt!
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