Erneut Punkte liegen gelassen

Hertha BSC kommt nicht vom Fleck: Team lässt zu viele Torchancen beim KSC liegen

Wie schon beim Unentschieden gegen Schalke ist Hertha BSC auch beim Karlsruher SC die bessere Mannschaft, aber wieder reicht das nicht zum Sieg.

Christian Kattner Christian Kattner mit dpa
3 Min

Zwei Spiele, zwei Punkte: Beim Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga hat Hertha BSC nach dem torlosen Unentschieden gegen Spitzenreiter FC Schalke 04 auch gegen den Karlsruher SC zwei Zähler liegen gelassen. „Für unsere Gefühlslage ist das zu wenig“, sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl nach dem Schlusspfiff am Mikrofon von TV-Sender Sky. „Aufgrund der zweiten Hälfte können, müssen vielleicht sogar das Spiel gewinnen.“

Hertha BSC punktet zum ersten Mal nach Rückstand

In den 90 Minuten plus Nachspielzeit zuvor sah er gelebte Fanfreundschaft auf den Zuschauerrängen und ein mitreißendes Spektakel auf dem Platz: Einen Sieger gab es zwischen den beiden befreundeten Vereinen vor allem zum Ärger von Hertha BSC nicht. Zwar konnten die Berliner zum ersten Mal in dieser Saison nach einem Rückstand punkten, mehr als das 2:2 aber kam dabei nicht herum.

Begleitet von Solidaritätsbekundungen auf den Rängen nach den Gewaltvorfällen zwischen Fans und der Polizei vor einer Woche beim Spiel der Berliner gegen den FC Schalke 04 (0:0) sorgten beide Teams von Beginn an für Unterhaltung auf dem Feld. Fabian Schleusener (7. Minute) brachte die Gastgeber vor 33.180 Zuschauern früh in Führung, ehe Hertha-Kapitän Fabian Reese (20.) nach einem Ballgewinn von Kevin Sessa den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen konnte.

Der KSC machte nach dem Rückschlag aber weiter Druck. Philipp Förster (24.) scheiterte noch am Pfosten. Durch einen sehenswerten Treffer von Routinier Sebastian Jung durften die Badener aber nur zwei Minuten später trotzdem jubeln. Doch schon vor dem Seitenwechsel hätten die Berliner in Person Luca Schuler erneut ausgleichen müssen. Der Hertha-Stürmer hatte Karlsruhes Torwart Hans Christian Bernat bereits umkurvt, beförderte den Ball aber nicht ins leere Tor, sondern setzte ihn drüber.

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Fabian Reese kritisiert Chancenverwertung

Auch nach dem Seitenwechsel spielte Hertha BSC weiter nach vorne. Doch erst scheiterte Reese an der Latte (46.) und verpasste Schuler frei vor Bernat erneut einen Treffer (78.). Zwar konnte Jeremy Dudziak kurz darauf (79.) nach Vorlage von Reese sehenswert zum 2:2 treffen, allerdings war das aus Hertha-Sicht nur der Ausgleich und nicht der Treffer zur Führung.

„Am Ende werfen wir alles nach vorne, waren drauf und dran, das Spiel noch zu gewinnen, aber wir bringen uns Woche für Woche um den verdienten Lohn“, sagte Reese und haderte vor allem mit den Schwachpunkten im Spiel: „Wir machen unsere Chancen nicht, die wir haben und laden den Gegner ein, Tore zu schießen. Wir sind nicht souverän genug, die Null zu halten.“

Das vierte Berliner Unentschieden hat Auswirkungen auf die Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga: Da liegt die Hertha auf dem siebten, der KSC auf dem achten Platz. Der Abstand zu Platz zwei beträgt bereits sieben Punkte, der zum Relegationsrang kann am Sonntag ebenfalls auf sieben Zähler anwachsen. Die verpassten Siege haben auch Auswirkungen auf die nächsten Spiele: „Jetzt wächst natürlich der Druck auf uns für die kommenden Wochen und besonders schon im Spiel gegen Darmstadt“, sagte Leitl mit Blick auf die nächste Partie am 1. Februar im Berliner Olympiastadion.

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