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Heute 19 Grad im Norden, 26 im Süden, nachts dichter Nebel: So beginnt der Herbst

Wetter heute, 1. September: Der DWD erwartet Schauer im Norden, 26 Grad im Süden und nachts Nebel mit unter 150 Metern Sicht.

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Dichter Bodennebel über einer Wiese bei Sonnenaufgang: In der Nacht zum Mittwoch sinkt die Sichtweite in Flusstälern im Süden und in der Mitte örtlich unter 150 Meter. (Symbolbild)

Dichter Bodennebel über einer Wiese bei Sonnenaufgang: In der Nacht zum Mittwoch sinkt die Sichtweite in Flusstälern im Süden und in der Mitte örtlich unter 150 Meter. (Symbolbild)

© Imago

Der meteorologische Herbst beginnt an diesem Dienstag – und er beginnt nur in der halben Republik. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in der Nordhälfte Schauer und vereinzelt kurze Gewitter mit Böen um 55 Kilometer pro Stunde, während im Süden Hochdruck die Sonne durchsetzt und an der Donau 26 Grad möglich sind.

In der Nacht kommt der Herbst dann ausgerechnet dort an, wo tagsüber die Sonne schien: als Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern.

55 km/h und Schauer: Der Dienstag im Detail

Etwa entlang einer Linie von Köln nach Berlin zerfällt das Wetter heute in zwei Zonen. Nördlich davon liegt das Land unter Tiefdruckeinfluss und bleibt leicht wechselhaft mit Schauern, südlich davon setzt sich Hochdruck durch. Dazwischen strömt mit westlichem Wind mäßig warme Meeresluft heran.

Die Spanne der Höchstwerte ist entsprechend breit: An der Nordsee bleibt es bei rund 19 Grad, an der Donau werden bis zu 26 Grad erreicht.

Gewitter sind heute die Ausnahme. Der DWD rechnet nur noch ganz vereinzelt mit kurzen Zellen, vor allem am Nachmittag in der Nordhälfte, dann mit Böen um 55 Kilometer pro Stunde, Windstärke 7. Denselben Wert erreicht der Westwind an exponierten Küstenabschnitten.

Markante Wettererscheinungen erwartet der Wetterdienst für Dienstag und Mittwoch nicht. Ein Blick auf die amtlichen Warnungen lohnt vor längeren Wegen trotzdem: Einzelne Schauerzellen lassen sich erst wenige Stunden vorher eingrenzen – ob eine Zelle Hamburg trifft oder Lübeck, steht am Morgen noch nicht fest.

Nebel in der Nacht, ab Freitag Sturmböen bis 88 km/h

Die erste Herbstmeldung dieses Jahres trifft den sonnigen Süden. In der Nacht zum Mittwoch bildet sich in der Mitte und im Süden in den Flusstälern stellenweise flacher Nebel, örtlich mit Sichtweiten unter 150 Metern. Für Frühpendler an Mosel, Main und Donau heißt das: Abstand vergrößern, Nebelschlussleuchte erst unter 50 Metern Sicht.

Am Mittwoch bleibt es vor allem in Nordseenähe wechselhaft mit schauerartigem Regen, bei 19 bis 23 Grad, im Süden bis 26 Grad. In der Nacht zum Donnerstag frischt der Westwind an der See auf, exponiert sind erste Sturmböen möglich.

Am Donnerstag greift von Nordwesten Regen bis in die Mitte aus und erreicht am Abend die gesamte Nordhälfte. Im Süden bleibt es bei 24 bis 27 Grad trocken.

Der Freitag bringt den kräftigsten Wind der Woche. Laut Wochenvorhersage der Wettergefahren sind an den Küsten stürmische Böen der Stärke 8 zu erwarten, an der Küste Schleswig-Holsteins und auf dem Brocken Sturmböen der Stärke 9 – 75 bis 88 Kilometer pro Stunde.

171 statt 239 Liter: Die Zahl hinter dem Sommer 2026

Die wichtigste Zahl dieser Woche steht in der Sommerbilanz des DWD vom Montag. Zwischen Juni und August fielen bundesweit rund 171 Liter Regen pro Quadratmeter, das Soll liegt bei 239 Litern.

Erreicht wurden also knapp 72 Prozent. Verantwortlich ist vor allem der Juli, der trockenste seit Beginn der Messungen 1881. Der August brachte nur regional Entlastung.

Die Schauer dieser Woche feuchten die obersten Bodenschichten an. Das Defizit des Sommers holen sie nicht auf.

41,8 Grad und eine Nacht mit 29,4 Grad

Auch bei der Temperatur war der Sommer ein Ausreißer nach oben. Das Mittel lag nach vorläufiger Auswertung bei 19,6 Grad, nur ein Zehntelgrad unter dem Jahrhundertsommer 2003 und 3,3 Grad über der Referenzperiode 1961 bis 1990.

Im Deutschlandmittel zählte der Wetterdienst rund 22 heiße Tage ab 30 Grad. Den neuen Deutschlandrekord meldete Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt am 27. Juni mit 41,8 Grad. In der Nacht darauf sank die Temperatur im sächsischen Kubschütz nicht unter 29,4 Grad – das höchste je in Deutschland gemessene nächtliche Minimum.

Fred Hattermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung verwies gegenüber der dpa darauf, dass vor allem im Südwesten Bäche und Quellen zeitweise vollständig trockengefallen seien.

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30 Grad am Wochenende: Kommt der Spätsommer zurück?

Am ersten Septemberwochenende wird die Zweiteilung noch schärfer. Im Norden bleibt es windig und wechselhaft, an den Küsten halten die stürmischen Böen an. Südlich von Main und Mosel sind wieder Spitzenwerte um oder über 30 Grad möglich.

Am Sonntag steigt ausgerechnet in diesen warmen Regionen das Risiko für kräftige Gewitter, an den süddeutschen Mittelgebirgen und den Alpen auch mit Starkregen und Hagel.

Deutlich ruppiger war schon der Montag, als über der Nordhälfte Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde durchzogen. Für den September insgesamt sehen die Langfristmodelle bislang eine Temperaturabweichung von etwa einem Grad nach oben – und weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel.

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