Forschung

Fraunhofer-Institut eröffnet neues Labor für Quantentechnologie in Jena

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik hat in Jena ein neues Hightech-Labor eröffnet. Bund und Land finanzieren das Projekt.

OAZ
2 Min
Bundesforschungsministerin Dorothee Bar (CSU) und Thüringens Ministerpräsident, Mario Voigt (CDU), beim Besuch des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bar (CSU) und Thüringens Ministerpräsident, Mario Voigt (CDU), beim Besuch des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.

© Bodo Schackow

In Jena hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) am Dienstag ein hochmodernes Laborgebäude eröffnet, das die Forschung und Entwicklung im Bereich der Quantentechnologie weiter voranbringen soll. Das neue Labor ist ein gemeinsames Investitionsprojekt von Bund und Land. In der Erweiterung kommen neue Labore, Maschinen für Hightech-Forschung, Reinräume und Büros unter, wie aus einer Mitteilung des IOF hervorgeht.

Der Freistaat Thüringen hat allein rund zwölf Millionen Euro in eine spezielle Anlage für Elektronenstrahl-Lithografie zur Herstellung photonischer Komponenten investiert. Diese hochkomplexe Technologie ermöglicht die Herstellung winziger optischer Bauteile, die für die Produktion von Hochleistungs-Chips unumgänglich sind. Auch eine Bodenstation für die satellitengestützte Quantenkommunikation soll Teil der Erweiterung sein.

Der Bund beteiligte sich zusätzlich mit 15 Millionen Euro an den Baukosten des Gebäudes. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Bauprojekt auf rund 30 Millionen Euro. Zur Einweihung waren unter anderem Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt vor Ort.

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Bär: Beeindruckende Bandbreite des IOF

„Jena setzt auf Innovation“, sagte Bär bei einem Besuch des IOF. Die Erweiterung zeige, dass es sich lohne, eine Standortstärke immer weiter auszubauen und weiterzuentwickeln. Die Bandbreite des IOF sei „beeindruckend“, so Bär. Optik und Photonik seien wichtige Grundlagen und kommen in Schlüsseltechnologien wie den Quantentechnologien, der Biotechnologie oder auch der Mikroelektronik zum Einsatz. Das Institut sei ein Paradebeispiel für die „Hightech-Agenda des Bundes“. Voigt sagte, eine ambitionierte Hightech-Agenda zu haben, sei genau das, was Deutschland brauche. (mit dpa)

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