Hilfe für Osteuropäerinnen

Neue Wohnung statt Abschiebung

Marlies Emmerich
1 Min

Zum 1. Oktober wird es erstmals eine Zufluchtswohnung mit fünf Zimmern für von Frauenhandel betroffene Frauen aus Mittel- und Osteuropa geben. Das erklärte Frauensenatorin Gabriele Schöttler (SPD) am Freitag. Das gesamte Projekt kostet nach Angaben der Frauenverwaltung jährlich 250 000 Mark. Nach Angaben der Senatorin hat sich eine Fachkommision ihres Hauses lange mit der Situation der Opfer und der Bekämpfung organisierter Kriminalität befasst. Nun können bis zu acht schwer traumatisierte Frauen in der Wohnung von Psychologen betreut werden. "Betroffene sind bisher häufig in Abschiebegewahrsam genommen worden", sagte Gabriele Schöttler. Die Senatorin stellt sicher, dass die Frauen wenigstens vier Wochen Zeit erhalten, bis sie Deutschland verlassen müssen. Der Polnische Sozialrat als Träger des Projekts berät bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven. (mm.)

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