In Sachsen wurden wegen der erwarteten Hitzewelle am Wochenende mehrere Maßnahmen getroffen. Der Höhepunkt wird für das kommende Wochenende erwartet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) strömt im Bereich einer von den Britischen Inseln bis nach Südosteuropa reichenden Hochdruckzone bis Sonntag ungewöhnlich heiße Kontinentalluft in die Region. Bis dahin werde mit starker bis extremer Wärmebelastung gerechnet.
Am Freitag sollen die Höchstwerte laut DWD bei 35 bis 37 Grad liegen, im Bergland bei 30 bis 35 Grad. Am Samstag und Sonntag sei mit 37 bis 40 Grad zu rechnen, im Bergland mit 32 bis 37 Grad. Auch nachts kühle es kaum ab, die Tiefstwerte liegen den Angaben zufolge teils bei mehr als 20 Grad. Erst in der Nacht zum Montag seien örtliche Schauer und Gewitter sowie ein Temperaturrückgang möglich.
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Bereits am Mittwoch wurden nach Angaben des DWD an mehreren Stationen Tageshöchstwerte für den 24. Juni gemessen. In Klitzschen bei Torgau erfasste die Station 34 Grad und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2016 von 33,6 Grad. In Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge wurden 29,5 Grad gemessen, ein Grad mehr als am 24. Juni 2016. Am Flughafen Leipzig-Halle registrierte der Wetterdienst 33 Grad, in Dresden-Hosterwitz 32,8 Grad. Am kühlsten war es mit 24,7 Grad auf dem Fichtelberg.
Der DWD wies darauf hin, dass die Kombination aus Trockenheit und niedriger Luftfeuchtigkeit die Entwicklung von Wald- und Flurbränden begünstige. Informationen zu den geltenden Waldbrandstufen seien bei den zuständigen Forstbehörden einzuholen.
Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser in Bächen und Flüssen verhängte die Landeshauptstadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot. Wie die Stadt mitteilte, gilt das von der Unteren Wasserbehörde erlassene Verbot seit Mittwoch und nach derzeitigem Stand bis Ende Oktober. Eigentümer und Anlieger dürfen demnach kein Wasser aus oberirdischen Gewässern entnehmen, auch das Schöpfen mit Handgefäßen sei untersagt. Betroffen seien sowohl größere Gewässer wie die Weißeritz und die Prießnitz als auch kleinere Bachläufe.
Die extrem niedrigen Wasserstände würden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen, teilte die Stadt mit. Die Entscheidung sei zum Schutz des Naturhaushalts getroffen worden, sagte Umweltamtsleiter René Herold.
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