Hurrikan

Keine Entwarnung: „Simon“ zieht an Mexikos Pazifikküste entlang

Der Wirbelsturm bringt extreme Winde und Regenmengen, es drohen Überschwemmungen und Erdrutsche. In vier Bundesstaaten laufen Evakuierungen, die Armee ist im Einsatz.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
In Puerto Vallarta fotografieren Touristen die gegen die Küstenmauer schlagenden Wellen, während sich Hurrikan „Simon“ nähert.

In Puerto Vallarta fotografieren Touristen die gegen die Küstenmauer schlagenden Wellen, während sich Hurrikan „Simon“ nähert.

© Fernando Llano/AP

Der Hurrikan „Simon“ bewegt sich vorerst parallel zur mexikanischen Pazifikküste. Das teilte der mexikanische Wetterdienst nach Angaben der dpa auf der Plattform X mit. Entwarnung bedeute dies nicht, erklärte die Behörde. Das Zentrum des Sturms liege weniger als 50 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Jalisco und sorge an Land weiter für extreme Winde und Niederschläge von bis zu 250 Millimetern.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC lag „Simon“ am späten Sonntagabend Ortszeit rund 200 Kilometer westnordwestlich von Manzanillo mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde. Damit zählt der Wirbelsturm zur Kategorie drei der fünfstufigen Hurrikan-Skala. Am Sonntagvormittag war er noch in Kategorie vier eingestuft worden.

Im Laufe des Montags ist laut mexikanischem Wetterdienst mit einer weiteren Abschwächung auf Kategorie zwei zu rechnen.

Überschwemmungen und blockierte Straßen in Colima

Das NHC warnt für Teile der Bundesstaaten Michoacán, Colima und Jalisco vor Gesamtniederschlägen von bis zu 760 Millimetern, lebensgefährlichen Überschwemmungen und Erdrutschen sowie gefährlichen Sturmfluten entlang der Küste.

Im Bundesstaat Colima richtete der Sturm bereits erhebliche Schäden an. Nach Angaben des örtlichen Katastrophenschutzes gab es Überschwemmungen, Hunderte Menschen wurden evakuiert, Straßen von umgestürzten Bäumen blockiert. In Puerto Vallarta wurde der  öffentliche Nahverkehr eingestellt.

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Flughafen Puerto Vallarta bleibt geschlossen

Der internationale Flughafen Puerto Vallarta bleibt wegen der langsamen Zugbahn des Sturms noch bis Dienstagmorgen (Ortszeit) gesperrt. Das teilte der Betreiber Grupo Aeroportuario del Pacífico mit. Reisende sollten sich für weitere Informationen direkt an ihre Fluggesellschaften wenden.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung in den Küstenorten der Bundesstaaten Jalisco, Colima, Nayarit und Michoacán auf, an sicheren Orten zu bleiben. Vorsorgliche Evakuierungen würden fortgesetzt. Die mexikanische Armee entsandte knapp 2900 Soldaten in die betroffenen Gebiete. Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet.

Weiter nördlich traf unterdessen der Tropensturm „Rachel“ auf der nordwestmexikanischen Halbinsel Niederkalifornien auf Land und verursachte laut lokalen Medien Sachschäden, Überschwemmungen und Stromausfälle.

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