Bundespräsidentenwahl

Ilse Aigner als Bundespräsidentin? SPD-Politiker Heil signalisiert Zustimmung

CSU-Chef Söder hatte zuvor seine volle Unterstützung zugesichert. Doch Kanzler Merz bremst.

3 Min
Ilse Aigner (CSU) ist Präsidentin des bayerischen Landtags.

Ilse Aigner (CSU) ist Präsidentin des bayerischen Landtags.

© Sven Hoppe/dpa

Sozialdemokraten haben sich offen für eine Kandidatur der CSU-Politikerin Ilse Aigner als nächste Bundespräsidentin gezeigt. Auch CSU-Chef Markus Söder hat der bayerischen Landtagspräsidentin bereits seine Unterstützung zugesagt.

Zustimmung für eine mögliche Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Aigner für das Amt der Bundespräsidentin ist aus der SPD gekommen. Der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte dem Tagesspiegel: „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren. Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.“

Auch der bayerische Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) äußerte sich gegenüber der Zeitung positiv. Aigner gelinge es, Brücken zwischen politischen Lagern und gesellschaftlichen Gruppen zu bauen und so den Zusammenhalt zu stärken, sagte er. Sie verfüge über Regierungserfahrung auf Landes- und Bundesebene und vereine zugleich die verbindenden Tugenden einer hochrespektierten Parlamentspräsidentin.

Söder sichert Unterstützung zu

Aigners bodenständige Art schaffe Vertrauen und ermögliche eine unverstellte Kommunikation, sagte Rinderspacher weiter. „Gerade in Zeiten wachsender Distanz zwischen Bürgern und Politik kann diese sympathische Authentizität verbindend wirken.“

Bundeskanzler Friedrich Merz hat indes zurückhaltend auf den Vorstoß Markus Söder für eine mögliche Kandidatur von Ilse Aigner reagiert. „Ich habe vor, mich mit den Parteivorsitzenden der SPD und der CSU dazu im Herbst zu verständigen. Und bis dahin nehme ich Vorschläge mit Interesse zur Kenntnis“, sagte der CDU-Vorsitzende nach dem EU-Gipfel in Zypern.

SPD-Chef Lars Klingbeil hat sich wertschätzend über die als Kandidatin Gehandelte geäußert, strebt aber einen gemeinsamen Vorschlag der Koalition an. „Ich schätze Ilse Aigner sehr“, sagte der Vizekanzler auf Nachfrage in Berlin. Er halte sie für eine Brückenbauerin. Klingbeil wies zugleich auf die Verabredung mit Friedrich Merz hin, „dass wir zum richtigen Zeitpunkt darüber reden werden, ob es einen gemeinsamen Vorschlag gibt“. Sein Wunsch sei dies.

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Zuvor hatte bereits Bayerns Ministerpräsident und CSU-Parteichef Markus Söder Aigner seine Unterstützung in Aussicht gestellt, sollte sie nach dem Amt greifen. „Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, sagte Söder in einem Interview der Zeitungen Münchner Merkur und tz.

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