Corona-Pandemie

Impfdurchbrüche: Warum immer mehr Geimpfte auf Intensivstationen liegen

Laut Bundesgesundheitsministerium ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Das hängt mit der höheren Impfquote zusammen.

Christian Gehrke Team News AFP/chg
2 Min
Der Anteil der geimpften Menschen auf den Covid-Intensivstationen steigt. Er liegt derzeit bei zehn Prozent (Archivbild). 

Der Anteil der geimpften Menschen auf den Covid-Intensivstationen steigt. Er liegt derzeit bei zehn Prozent (Archivbild). 

© dpa/Jens Büttner

Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Daten stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI). Wie die Funke-Zeitungen weiter berichteten, hängt der gestiegene Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen nach Angaben von Behörden und Fachleuten vor allem mit der stark gestiegenen Zahl der Geimpften insgesamt zusammen.

Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 65 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen das Virus geimpft. Das RKI erklärte dem Bericht zufolge: „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“

Virus breitet sich aus: Wahrscheinlichkeit der Impfdurchbrüche steigt 

Das Gesundheitsministerium hob laut Funke-Zeitungen die Schutzwirkung der Impfung vor einer schweren Erkrankung an Corona hervor. „Fakt ist, dass Impfungen schützen und ein fehlender Impfschutz der Hauptgrund ist, warum Personen mit einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, teilte das Ministerium demnach mit.

Auch der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, sagte den Funke-Zeitungen: „Die Patientinnen und Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen sind in fast allen Fällen ungeimpft.“ Die Impfdurchbrüche mit schweren Verläufen dagegen seien noch immer im einstelligen Prozentbereich. Zudem treffe der Impfdurchbruch meist Menschen, deren „Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind“.

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Karl Lauterbach: Immer mehr Jüngere auf Intensivstationen

Der Intensivmediziner sagte demnach weiter: „Leider sehen wir auch immer mehr Menschen unter 60 mit schweren oder tödlichen Verläufen, die nicht geimpft sind“. Es gelte: „Die Corona-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen.“

Auch der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) äußerte sich besorgt über die steigende Anzahl junger Menschen auf den Covid-Intensivstationen. Ihre zum Teil schweren Verläufe seien besorgniserregend.

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