Sonntagsfrage

Insa-Umfrage: Schwarz-Rot fällt auf 31 Prozent – Linke und BSW gewinnen hinzu

Die Union liegt mit 18 Prozent nur knapp über ihrem Insa-Allzeittief. Seit der Bundestagswahl haben Union und SPD fast ein Drittel ihrer Wähler verloren.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) und Vizekanzler Lars Klingbeil bei einer Kabinettssitzung Ende September in Berlin

Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) und Vizekanzler Lars Klingbeil bei einer Kabinettssitzung Ende September in Berlin

© Juliane Sonntag/imago

Die AfD bleibt im Insa-Sonntagstrend mit 29 Prozent stärkste Kraft, verliert aber einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Auch die Union gibt einen Punkt ab und liegt bei 18 Prozent – nur knapp über ihrem bisherigen Insa-Tiefstwert von 17,5 Prozent von Anfang Oktober. Das geht aus der neuen bundesweiten Erhebung im Auftrag der Bild am Sonntag hervor.

Die Grünen bleiben unverändert bei 14 Prozent, die SPD bei 13 Prozent. Zulegen können die Linke und das BSW mit jeweils einem Punkt mehr auf elf beziehungsweise vier Prozent. Die FDP verharrt bei vier Prozent und würde ebenso wie das BSW an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Die Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD kämen bei einer Bundestagswahl zusammen auf 31 Prozent – und hätten damit weiterhin keine parlamentarische Mehrheit.

Kenia-Koalition als wahrscheinlichste Option

Insa-Chef Hermann Binkert sagte laut Bild, die „beiden früheren Volksparteien Union und SPD“ hätten seit der Bundestagswahl 2025 „fast ein Drittel an Wählerstimmen verloren“. Da die Union eine Zusammenarbeit mit AfD und Linkspartei ausschließe, wäre nach seinen Angaben eine Dreierkoalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen – eine sogenannte Kenia-Koalition – mit zusammen 45 Prozent derzeit die wahrscheinlichste Option.

Weil BSW, FDP und sonstige Parteien zusammen rund 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und am Einzug in den Bundestag scheitern würden, reichten rechnerisch bereits 43 Prozent für eine Mehrheit.

Für die Erhebung befragte Insa vom 12. bis zum 16. Oktober 1206 Wahlberechtigte. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,9 Prozentpunkten – die Veränderungen um jeweils einen Prozentpunkt bewegen sich damit innerhalb der Schwankungsbreite.

Das inhabergeführte Erfurter Institut Insa betreibt seit 2009 neben politischer Meinungsforschung auch Markt- und Sozialforschung für Auftraggeber aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

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