Bei der insolventen Porzellanmanufaktur Kahla Thüringen GmbH gibt es nach Darstellung des Insolvenzverwalters Rolf Rombach reges Interesse möglicher Investoren. Es seien bereits zahlreiche Gespräche geführt worden, sagte Rombach dem MDR Thüringen. Er sei selbst überrascht von der Resonanz. Konkrete Ergebnisse gebe es bislang allerdings noch nicht.
Die Produktion laufe derzeit normal weiter, so der Insolvenzverwalter. Nach der Anmeldung der Insolvenz seien zudem weitere Aufträge hinzugekommen. Aktuell seien ausreichend Aufträge und Erlöse vorhanden, um die Investorensuche ohne Zeitdruck fortzusetzen.
Um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen, sei jedoch eine bessere Auslastung notwendig, sagte Rombach. Insbesondere die energieintensive Produktion stelle hohe Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit. Die hohen Energiekosten gehörten zu den wesentlichen Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage. Deshalb müssten die Porzellanöfen möglichst optimal ausgelastet werden.
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Löhne bis Ende Juni abgesichert
Die Gehälter hatte das Unternehmen nach dem Insolvenzantrag Ende Februar noch bis März selbst gezahlt. Seit April greift das Insolvenzgeld. Die Bundesagentur für Arbeit übernehme die Gehaltszahlungen voraussichtlich bis maximal Ende Juni, teilte Rombach mit. Er lobte zudem die Belegschaft: Das Unternehmen sei gut organisiert, die rund 120 Beschäftigten stünden hinter dem Betrieb. Der Krankenstand sei zuletzt auffallend niedrig gewesen.
Bereits Anfang März hatte die Porzellanmanufaktur die Insolvenz öffentlich gemacht. Geschäftsführer Daniel Jeschonowski teilte damals mit, die 120 Mitarbeiter seien in einer Betriebsversammlung informiert worden. Das Traditionsunternehmen solle neu aufgestellt werden. Als Gründe für die finanzielle Krise nannte das Unternehmen eine schwächere Auftragslage als erwartet, insbesondere in der Saison zu Jahresbeginn, sowie eine deutliche Kaufzurückhaltung im Gastronomiebereich. Auch die hohen Energiekosten seien weiter gestiegen.
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