Energieversorgung

Irak bietet Öl offenbar mit hohen Abschlägen an – bei Durchfahrt durch Straße von Hormus

Der Irak bietet Käufern seines Öls Berichten zufolge hohe Preisnachlässe an. Diese müssten dafür allerdings die Straße von Hormus passieren.

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Ein Arbeiter zieht einen Schlauch, während er an einer Entgasungsstation im Zubair-Ölfeld in der Nähe von Basra im Irak arbeitet.

Ein Arbeiter zieht einen Schlauch, während er an einer Entgasungsstation im Zubair-Ölfeld in der Nähe von Basra im Irak arbeitet.

© Leo Correa/AP/dpa

Der Irak bietet Abnehmern seines Rohöls für Verladungen im Mai erhebliche Preisabschläge an. Dies berichten Reuters und Bloomberg übereinstimmend unter Berufung auf eine Mitteilung der staatlichen Ölvermarkungsgesellschaft Somo vom 3. Mai. Allerdings müssten Käufer die Straße von Hormus durchfahren, um die Preisnachlässe zu erhalten.

Die Ladungen werden nach Angaben von Reuters am Ölterminal Basrah sowie an Einzelpunkt-Verankerungen verladen, die innerhalb der Meerenge liegen. Sollten Käufer die Maibedingungen annehmen, können sie sich laut Somo nicht auf Force majeure (höhere Gewalt) berufen, da das Angebot unter „allen Parteien bekannten außergewöhnlichen Umständen“ abgegeben werde.

Bis zu 33,40 US-Dollar Preisnachlass pro Barrel

Für die Sorte Basrah Medium gewährt Somo laut Reuters Abschläge von bis zu 33,40 US-Dollar pro Barrel gegenüber dem offiziellen Verkaufspreis. Dieser Rabatt gilt für Verladungen zwischen dem 1. und 10. Mai. Für den Zeitraum vom 11. bis 31. Mai verringert sich der Abschlag auf 26 Dollar pro Barrel. Die Sorte Basrah Heavy wird Bloomberg zufolge mit einem Nachlass von 30 Dollar pro Barrel angeboten.

Im April liefen nach Schiffsverfolgungsdaten von Bloomberg lediglich zwei Tanker den südirakischen Hafen Basrah an, im März waren es noch zwölf gewesen. Üblicherweise können dort bis zu 80 Tanker pro Monat beladen werden. Aus Kpler-Daten ging Reuters zufolge hervor, dass im April einer der beiden Tanker die Meerenge passierte, der andere nicht.

Der Irak exportiert weiterhin Rohöl über eine Pipeline durch die Türkei, allerdings nur einen Bruchteil der sonst per Schiff verschifften Mengen. Nach Angaben von Reuters lagen die irakischen Rohölausfuhren 2025 im Schnitt bei 3,33 Millionen Barrel pro Tag und gingen überwiegend nach Asien.

Das OPEC-Mitglied hatte bereits früh nach Beginn des Konflikts mit der Drosselung der Förderung begonnen, weil die Lagerkapazitäten durch den Exportstopp am Persischen Golf rasch ausgelastet waren. Eine Stellungnahme von Somo lag Reuters und Bloomberg zunächst nicht vor.

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