Nahost

Iran-Krieg: Trump schickt US-Delegation für Gespräche am Montag nach Islamabad

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am Mittwoch aus. Nun schickt Trump Verhandler nach Islamabad und spricht eine Drohung aus.

Lea Brüggemann
Lea Brüggemann
3 Min
Der US-Präsident Donald Trump setzt auf Diplomatie und Drohgebärden zugleich.

Der US-Präsident Donald Trump setzt auf Diplomatie und Drohgebärden zugleich.

© Tasos Katopodis/AFP

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass eine amerikanische Delegation am Montagabend in Islamabad zu einer zweiten Runde direkter Gespräche mit dem Iran eintreffen werde. Wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte, soll dort über eine Verlängerung der Waffenruhe verhandelt werden, die laut Berichten der Associated Press (AP) am Mittwoch ausläuft. Welche Vertreter Washington entsendet, blieb zunächst offen; das Weiße Haus und das Büro von Vizepräsident JD Vance, der die erste Verhandlungsrunde geleitet hatte, äußerten sich laut AP zunächst nicht.

In derselben Mitteilung warf Trump dem Iran einen Verstoß gegen die Waffenruhe vor. Iranische Einheiten hätten am Samstag Schüsse in der Straße von Hormus abgegeben, unter anderem auf ein französisches Schiff und einen britischen Frachter, schrieb der Präsident. Sollte Teheran das US-Angebot ablehnen, werde Washington „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke“ im Iran zerstören. „Es ist Zeit, die iranische Tötungsmaschinerie zu beenden“, heißt es.

Hintergrund ist nach Angaben von AP eine doppelte Blockade: Die USA riegeln seit Wochen iranische Häfen ab, während Teheran seinerseits den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus einschränkt – jene Meerenge, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft. Iran hatte die Passage nach einer zehntägigen Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah am Freitag kurzzeitig freigegeben, die Beschränkungen aber wieder verschärft, nachdem Trump erklärt hatte, die US-Blockade bleibe bestehen, bis Teheran einem Abkommen zustimme.

Übergabe von angereicherten Uran ausgeschlossen

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf sagte im Staatsfernsehen laut AP, solange iranische Schiffe die Straße nicht passieren könnten, sei dies auch anderen verwehrt. Die US-Blockade nannte er eine „naive Entscheidung aus Unwissenheit“. Irans Vize-Außenminister Saeed Khatibzadeh erklärte gegenüber AP, die USA „haben ihre Maximalposition nicht aufgegeben“; eine Übergabe der 440 Kilogramm angereicherten Urans an Washington sei ausgeschlossen.

Pakistans Außenminister Ishaq Dar erklärte laut AP, sein Land arbeite daran, die Differenzen zu überbrücken. Nach Angaben von CNN bestätigte auch der türkische Außenminister, dass beide Seiten gesprächsbereit seien, jedoch zahlreiche Streitpunkte bestünden. Laut AP sind in dem seit dem 28. Februar andauernden Krieg mindestens 3000 Menschen im Iran, über 2290 im Libanon, 23 in Israel sowie 13 US-Soldaten getötet worden.

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