Nahost

Iran-Krieg: Trump telefoniert mit Emir von Katar – Iran meldet Brand auf Öltankern

Trump berät mit dem Emir von Katar über diplomatische Bemühungen im Iran-Krieg. Unterdessen melden die Revolutionsgarden brennende Öltanker in der Straße von Hormus.

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US-Präsident Donald Trump (r) bei einem Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani

US-Präsident Donald Trump (r) bei einem Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani

© Alex Brandon/AP/dpa

Der Iran soll den USA über Katar einen Vorschlag zum Atomstreit übermittelt haben. Verhandlungen darüber sollen allerdings erst beginnen, sobald Washington sieben Forderungen Teherans erfüllt hat, sagte ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag, weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Irans oberster Sicherheitsvertreter Mohsen Resaei hatte zuvor bei einem Besuch in Russland erklärt, sein Land werde die Straße von Hormus weder öffnen noch Verhandlungen führen, solange die USA sieben iranische Bedingungen nicht erfüllten. Zu den Forderungen Teherans gehören die Aufhebung der US-Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und Reparationszahlungen für Kriegsschäden, wie Reuters berichtet. Washington besteht seinerseits darauf, dass Nuklearfragen Bestandteil erster Verhandlungen sein müssen.

Trump telefoniert mit Emir von Katar

US-Präsident Donald Trump sprach am Freitag telefonisch mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, über die Vermittlungsbemühungen des Golfstaates, teilte das Büro des Emirs laut AFP am Freitag mit. Der Emir sprach sich demnach für eine Fortsetzung des Dialogs und diplomatische Lösungen aus, „um eine weitere Eskalation zu verhindern“.

Nach Angaben Teherans führten Washington und Teheran zuletzt über die Vermittler Katar und Pakistan wieder indirekte Gespräche, wie AFP berichtet. Konkrete Ergebnisse wurden bislang nicht bekannt. Die diplomatischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund wachsender Sorge vor einer erneuten Eskalation statt. Trump hatte am Dienstag laut Reuters eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen nach den US-Zwischenwahlen nicht ausgeschlossen. Der Iran plant dem Bericht zufolge für diesen Fall umfassendere Vergeltungsmaßnahmen.

Straße von Hormus: Offenbar erneut Öltanker in Brand

Auch in der Straße von Hormus bleibt die Lage angespannt. Dort seien erneut zwei Öltanker auf Seeminen gelaufen und in Brand geraten. Die Schiffe hätten versucht, die Meerenge auf einer nicht genehmigten Route zu durchqueren, teilten die iranischen Revolutionsgarden laut AFP am Freitag mit. Dabei hätten sie ihre Navigations- und Identifikationssysteme ausgeschaltet und Unterstützung durch das US-Militär erhalten. Eine unabhängige Bestätigung durch Schifffahrtsbehörden lag zunächst nicht vor.

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Bereits am Donnerstag waren nach iranischen Angaben fünf Öltanker und ein Schlepper in der Meerenge in Brand geraten, wie AFP berichtet. Seit Beginn des Krieges Ende Februar schränkt der Iran den Schiffsverkehr durch die für den internationalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus weitgehend ein. (mit AFP)

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