US-Präsident Donald Trump hat ein weitreichendes Abkommen mit Russland in Aussicht gestellt. Der Deal könnte demnach über den Ukraine-Krieg hinausgehen und möglicherweise ganz Europa betreffen. „Er wird mehr als die Ukraine umfassen, und ich könnte sogar sagen, dass er ganz Europa umfassen könnte“, sagte Trump laut AFP am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office.
Zuvor hatte er nach eigenen Angaben den russischen Sondergesandten Kirill Dmitrijew im Weißen Haus getroffen. Einzelheiten zu seinem Gespräch mit Dmitrijew wollte er nicht nennen. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommen werde. Es werde ein „großes, schönes Abkommen“ geben, von dem alle begeistert sein würden, sagte der US-Präsident dem Bericht zufolge.
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Ukrainische und russische Vertreter im Weißen Haus
Trump erklärte zudem, dass er sich am Donnerstag nicht mit Vertretern der Ukraine getroffen habe. Diese waren zuvor gemeinsam mit russischen Delegierten bei einem Empfang der First Lady Melania Trump im Weißen Haus gewesen. Die Veranstaltung stand im Zeichen einer sechstägigen Waffenruhe in der russisch besetzten ukrainischen Stadt Oleschky, die am Sonntag ausgelaufen war. Melania Trump hatte sich für die Feuerpause eingesetzt, wie Reuters berichtete.
An dem Empfang nahmen unter anderem Dmitrijew sowie der ukrainische Abgeordnete David Arachamija und der Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez teil. Beide ukrainischen Vertreter baten Melania Trump, ihre Friedensbemühungen fortzusetzen. Die Delegationen überreichten der First Lady zudem Geschenke. Anschließend gab sie Reuters zufolge beiden Seiten Briefe an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit.
Gespräche in Abu Dhabi geplant
Parallel dazu fanden laut Bloomberg am Donnerstag Gespräche zwischen Vertretern der USA, der Ukraine, der Nato und europäischen Partnern in Brüssel statt. Dabei ging es unter anderem um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eine umfassendere europäische Sicherheitsarchitektur. Die Gespräche seien „konstruktiv und substanziell“ gewesen, schrieb der US-Sondergesandte Jared Kushner auf der Plattform X.
Für den 10. und 11. November sind zudem von den USA vermittelte Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Delegationen in Abu Dhabi geplant, wie Reuters berichtete. Kushner erklärte, die USA würden sich dabei eng mit europäischen Partnern abstimmen und, falls Fortschritte erzielt würden, darauf hinarbeiten, auf ein multilaterales Format unter europäischer Beteiligung überzugehen.
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