Nahost

Iran-Liveblog: Trump will Einfluss auf Auswahl von Irans neuem Führer – Nato erhöht Einsatzbereitschaft

USA melden Angriff auf iranischen Drohnenträger ++ Explosionen nahe Raketenbasen im Iran ++ Israel greift Vororte von Beirut an ++ Teheran berät über Nachfolge von Chamenei++ Infos im Liveblog

36 Min
US-Präsident Donald Trump hat Anspruch auf Einfluss bei der Auswahl eines neuen iranischen Führers erhoben.

US-Präsident Donald Trump hat Anspruch auf Einfluss bei der Auswahl eines neuen iranischen Führers erhoben.

© Alex Brandon

ESKALATION IN NAHOST - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Kurdische Milizen sollen Berichten zufolge im Iran eine Offensive gestartet haben.
  • Israel startet neue Angriffswellen auf Ziele in Teheran und Beirut.
  • Der Iran droht den USA nach der Versenkung eines Kriegsschiffs.
  • Nato-Luftabwehr fing am Mittwoch eine Rakete Richtung Türkei ab.
  • Die Nato erhöhte daraufhin die Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr.
  • Berichten zufolge gilt Modschtaba Chamenei als wahrscheinlicher Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei.
  • US-Präsident Donald Trump verlangt, dass die USA bei der Auswahl einer neuen iranischen Führung mitbestimmen.
  • Aserbaidschan beschuldigt den Iran, einen Flughafen mit Drohnen angegriffen zu haben.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

Freitag, 6. März 2026

6:30 Uhr: Trump: USA wollen bei Wahl von Irans neuem Führer mitreden

US-Präsident Donald Trump hat Anspruch auf Einfluss bei der Auswahl eines neuen iranischen Staats- und Religionsführers erhoben. „Wir werden diese Person zusammen mit Iran auswählen müssen“, sagte Trump in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, eine Führung zu installieren, die langfristig Stabilität bringe. Zugleich begrüßte Trump Überlegungen iranisch-kurdischer Milizen im Nordirak, Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte zu beginnen. „Wenn sie das tun wollen, ist das gut“, sagte der Präsident laut Reuters.

Der Iran berät derzeit über das Verfahren zur Wahl eines neuen obersten Führers. Berichten zufolge gilt Modschtaba Chamenei als wahrscheinlicher Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei.

6:15 Uhr: Evakuierungsflug für Deutsche

Die Bundesregierung plant im Zuge der Evakuierung deutscher Staatsbürger aus der Golfregion einen weiteren Sonderflug. Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte an, dass ein vierter Flug aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad vorbereitet werde. Zugleich werde geprüft, ob zusätzliche Flüge notwendig und möglich sind. Bereits am Donnerstag landete eine erste Maschine aus Maskat im Oman in Frankfurt am Main. An Bord des Lufthansa-Airbus waren nach Angaben Wadephuls mehr als 250 Menschen. Ein weiterer Flug aus Maskat wurde für Freitag erwartet, ein dritter ist geplant. Ausgeflogene müssen laut Konsulargesetz einen Eigenanteil von 500 Euro zahlen.

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6:10 Uhr: Etihad nimmt Flüge nach Europa wieder auf

Die Fluggesellschaft Etihad Airways will nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs ab heute wieder einige Flüge von Abu Dhabi nach Europa anbieten. Laut Airline sollen unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich angeflogen werden. Zehntausende Reisende sitzen in der Region weiterhin fest, nachdem mehrere Staaten ihren Luftraum zeitweise geschlossen hatten.

6:05 Uhr: Iran berät über Auswahl eines neuen obersten Führers

Nach dem Tod des bisherigen Machthabers berät die iranische Führung über das Verfahren zur Wahl eines neuen obersten Führers. Das berichtete das iranische Staatsfernsehen. Demnach diskutierte ein Führungsgremium über ein mögliches Treffen des sogenannten Expertenrats, der den neuen religiösen und politischen Führer bestimmen soll. Berichten zufolge gilt Modschtaba Chamenei als wahrscheinlicher Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei. Der Expertenrat ist ein Gremium aus 88 Geistlichen. Wann die Versammlung stattfinden könnte, blieb zunächst offen. Unklar ist auch, ob das Treffen wegen der Angriffe im Land persönlich oder per Videokonferenz stattfinden soll.

6:02 Uhr: USA melden Angriff auf iranischen Drohnenträger

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein iranisches Schiff angegriffen, das als Träger für Drohnen genutzt wird. Das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando veröffentlichte Videoaufnahmen, die das brennende Schiff nach mehreren Einschlägen zeigen sollen. Bei dem Schiff handelt es sich laut US-Militär um den Drohnenträger „Shahid Bagheri“, ein umgebautes Containerschiff. Der Iran äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

5:55 Uhr: Israel greift erneut Ziele im Libanon und im Westen Irans an

Israel hat seine Luftangriffe in der Region fortgesetzt. Nach Angaben von Zeugen erschütterten mehrere Explosionen die Umgebung der westiranischen Stadt Kermanschah nahe der Grenze zum Irak. Dort befinden sich militärische Anlagen, darunter Raketenbasen.

Zugleich griff die israelische Armee laut Berichten erneut die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Bewohner waren zuvor zur Evakuierung aufgerufen worden. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

5:45 Uhr: Region reagiert mit Sicherheitsmaßnahmen auf Krieg

Mehrere Staaten und Unternehmen reagieren mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran. Saudi-Arabien teilte mit, über der Stadt Al-Kharj einen Marschflugkörper abgefangen zu haben.

Der Satellitenanbieter Planet Labs kündigte an, Bilder aus Teilen des Nahen Ostens künftig erst mit einer Verzögerung von 96 Stunden zu veröffentlichen. In Dubai erhielten Bewohner zudem Warnungen per SMS, keine sicherheitsrelevanten Orte zu fotografieren oder unbestätigte Informationen in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Donnerstag, 5. März 2026

21:28 Uhr: Nato erhöht Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme

Die Nato erhöht die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Der Schritt erfolgt wegen eines iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei, erklärte ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons laut der Deutschen Presse-Agentur.

Am Vortag hatte ein Nato-Abwehrsystem eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete abgefangen, die nach türkischen Angaben auf den Luftraum des Landes gerichtet war. Trümmer der Abwehrrakete fielen in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche, Verletzte gab es nicht.

21:19 Uhr: USA schließen Botschaft in Kuwait

Die Botschaft in Kuwait ist neben dem Konsulat in Karatschi, Pakistan, die zweite diplomatische Vertretung der USA, die ihren Betrieb vollständig ausgesetzt hat. „Obwohl keine Verletzungen von US-Personal gemeldet wurden, bleibt die Sicherheit von Amerikanern im Ausland die höchste Priorität des US-Außenministeriums“, hieß es laut AP in einer Erklärung zum Status der Botschaft in der Stadt Kuwait.

20:50 Uhr: Israel plante Chameneis Tod bereits im November

Israel hat nach Angaben des Verteidigungsministers Israel Katz bereits im November die Entscheidung getroffen, den iranischen Obersten Führer Ali Chamenei zu töten, wie Reuters berichtet. „Bereits im November trafen wir uns mit dem Premierminister in einer sehr vertraulichen Sitzung, und Premierminister Benjamin Netanjahu setzte das Ziel, Chamenei zu eliminieren“, sagte Katz demnach dem israelischen Fernsehsender N12.

Als möglicher Zeitpunkt sei Mitte 2026 diskutiert worden, so Katz. Der Plan, den Israel im Januar mit den USA geteilt habe, sei nach dem Ausbruch der Proteste im Iran jedoch vorgezogen worden. Chamenei wurde kurz nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe am Samstag getötet.

20:32 Uhr: Israel kündigt „nächste Phase“ im Iran-Krieg an

Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. „Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über“, sagte der israelische Armeechef Ejal Samir am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Israel setze „die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fort“ und bereite „weitere Überraschungen“ vor.

20:09 Uhr: Sri Lanka evakuiert Seeleute von weiterem iranischen Schiff

Sri Lanka hat rund 200 Seeleute von einem weiteren iranischen Schiff vor seiner Küste evakuiert. Die Behörden seien darüber informiert worden, dass ein Schiffsmotor ausgefallen ist, sagte der Präsident Anura Kumara Dissanayake laut AP. Am Vortag hatten die USA ein iranisches Kriegsschiff versenkt, wobei mindestens 87 Besatzungsmitglieder starben.

19:11 Uhr: Trump äußert sich zu Unterstützung der Ukraine

Trump äußerte sich gegenüber Reuters über ein Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, den US-Streitkräften bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen. „Ich nehme jede Hilfe von jedem Land an“, sagte Trump demnach.

Selenskyj hatte zuvor auf X erklärt, sein Land habe von den USA eine Anfrage nach Unterstützung erhalten. „Ich habe die Anweisung gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten sicherzustellen, die die erforderliche Sicherheit gewährleisten können“, so Selenskyj.

19:04 Uhr: Aserbaidschan stoppt Lkw-Verkehr mit dem Iran

Das aserbaidschanische Ministerkabinett hat beschlossen, den Lkw-Verkehr entlang der aserbaidschanisch-iranischen Grenze zu stoppen. Aserbaidschan wirft dem Iran vor, einen Flughafen, eine Schule und weitere Ziele mit Drohnen angegriffen zu haben, wobei mehrere Zivilisten verletzt wurden.

18 Uhr: Trump will Beteiligung an Auswahl von Chamenei-Nachfolger

US-Präsident Donald Trump fordert eine persönliche Beteiligung an einer Auswahl des nächsten iranischen Führers, wie er in einem Interview mit dem Portal Axios erklärte. Modschtaba Chamenei, der als wahrscheinlicher Nachfolger seines Vaters gilt, sei für ihn inakzeptabel, hieß es.

„Sie verschwenden ihre Zeit. Chameneis Sohn ist ein Leichtgewicht. Ich muss in die Ernennung einbezogen werden, genau wie bei Delcy [Rodriguez] in Venezuela“, sagte Trump laut Axios. Er wolle jemanden, „der dem Iran Harmonie und Frieden bringt“. Die USA würden sich weigern, einen neuen iranischen Führer zu akzeptieren, der Chameneis Politik fortsetzen würde, sonst würden die USA „in fünf Jahren“ in einen Krieg gezwungen, so Trump.

Auch gegenüber Reuters sagte der US-Präsident, sein Land wolle „in den Prozess der Auswahl der Person einbezogen werden, die den Iran in die Zukunft führen soll“.

16:51 Uhr: Iran meldet Schäden an elf Krankenhäusern

US-amerikanische und israelische Angriffe haben nach iranischen Angaben elf Krankenhäuser beschädigt. Ein Assistenzarzt für Orthopädie, ein Radiologietechniker, ein Allgemeinmediziner und ein Rettungssanitäter seien getötet worden, erklärte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, auf X.

Er erklärte weiter, die Schäden hätten auch Auswirkungen auf Rettungsdienste und Krankenwagen.

15:52 Uhr: Aserbaidschans Präsident ordnet „höchste Stufe der Kampfbereitschaft“ für Streitkräfte an

Nach einem Drohnenangriff auf einen Flughafen in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewa hat Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew eine Sicherheitsbesprechung einberufen. Die Streitkräfte seien in „höchster Kampfbereitschaft“ und bereit, alle erforderlichen Einsätze durchzuführen, erklärte er dabei in einer Rede, wie die staatliche Nachrichtenagentur Azertag berichtete.

Aserbaidschan beschuldigt den Iran, mehrere zivile Ziele – darunter ein Flughafen und eine Schule – mit Drohnen angegriffen zu haben, was der Iran bestreitet. Alijew sprach von einem „Terroranschlag“. „Die Verantwortlichen müssen unverzüglich zur Rechenschaft gezogen werden“, so Alijew. Zudem fordere er eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung. Der iranische Botschafter sei ins Außenministerium einbestellt worden.

15:30 Uhr: Großbritannien schickt vier weitere Jets nach Katar

Großbritannien wird vier weitere Typhoon-Jets nach Katar verlegen, um „unsere Verteidigungsoperationen in Katar und in der gesamten Region zu stärken“, erklärte Premierminister Keir Starmer. Zudem sollen am Freitag Hubschrauber mit Anti-Drohnen-Technologie in Zypern eintreffen, hieß es.

Laut der BBC fügte er weiterhin hinzu, dass Großbritannien den USA die Nutzung britischer Stützpunkte „zur Durchführung von Verteidigungsoperationen“ gestattet habe. Er gehe davon aus, der Konflikt „könnte noch einige Zeit andauern“.

Das Verteidigungsministerium von Katar erklärte am Donnerstag, dass 14 ballistische Raketen und vier Drohnen auf das Land abgefeuert wurden. Die Luftabwehr habe alle Drohnen und 13 Raketen abgefangen, während die verbleibende Rakete ins Meer stürzte.

15:09 Uhr: Israel fordert Anwohner auf, Süden Beiruts zu verlassen

Das israelische Militär hat die Bewohner der südlichen Orte Beiruts aufgefordert, sich nach Norden und Osten der libanenischen Hauptstadt zu bewegen. „Rettet euer Leben, evakuiert sofort eure Häuser“, schrieb der israelische Militärsprecher Avichay Adraee auf X.

Es ist laut Reuters das erste Mal, dass Israel eine Warnung für ganze Stadtviertel in dem Gebiet ausgesprochen hat, das von den Hisbollah kontrolliert wird. UN-Friedenstruppen berichteten laut AP, mit dem Vorrücken israelischer Streitkräfte Kämpfe im Südlibanon beobachtet zu haben.

13:45 Uhr: Bericht: Frankreich erlaubt temporäre Präsenz von US-Flugzeugen auf lokalen Stützpunkten

Frankreich hat vorübergehend die Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten genehmigt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Offizier des französischen Generalstabs berichtet.

Jedoch forderte Frankreich, dass „die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden“, hieß es. Erlaubt werde nur die „Unterstützung der Verteidigung unserer Partner in der Region“.

13:38 Uhr: Sri Lanka meldet weiteres iranisches Schiff in seinen Gewässern

Nach Angaben aus Sri Lanka ist ein weiteres iranisches Schiff in seinen Gewässern eingetroffen. Die Ankunft erfolgt nachdem die USA am Vortag ein iranisches Kriegsschiff angegriffen und versenkt hatten.  Dabei starben mindestens 87 Menschen. Regierungssprecher Nalinda Jayatissa bestätigte einem AP-Bericht zufolge die Anwesenheit eines zweiten iranischen Schiffes, machte jedoch keine weiteren Angaben zu der Art oder der Anzahl von Personen an Bord.

13:32 Uhr: Ballistische Rakete und mehrere Drohnen treffen Vereinigte Arabische Emirate

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die Vereinigten Arabischen Emirate ham Donnerstag sechs Raketen und 131 Drohnen abgewehrt. Eine ballistische Rakete und sechs Drohnen seien jedoch innerhalb des Landes niedergegangen, hieß es in einer Erklärung. Seit Samstag wurden drei Menschen getötet und 94 verletzt, hieß es weiter.

13:16 Uhr: Iran bestreitet Drohnenangriff auf Aserbaidschan

Die iranischen Streitkräfte dementierten am Donnerstag, eine Drohne in Richtung Aserbaidschan abgefeuert zu haben, wie staatliche Medien berichten. Zuvor war Berichten zufolge traf eine Drohne aus iranischer Richtung einen Flughafen in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewa. Aserbaidschan erklärte daraufhin, der Angriff werde „nicht unbeantwortet bleiben“.

Einem AP-Bericht zufolge hat der Iran wiederholt bestritten, Ölanlagen und andere zivile Ziele angegriffen zu haben, obwohl iranische Drohnen diese Orte getroffen hätten.

11:35 Uhr Aserbaidschan droht Iran nach Drohnenangriff mit Vergeltung

Aserbaidschan hat dem Iran nach einem Drohnenangriff auf ein Terminalgebäude des Flughafens in Nachtschiwan mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Verteidigungsministerium in Baku erklärte, man bereite „notwendige Maßnahmen“ vor, um die territoriale Integrität und die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu schützen. Iran trage die volle Verantwortung für den Angriff auf zivile Infrastruktur. Die Attacke werde „nicht unbeantwortet bleiben“, hieß es in der Erklärung.

11:28 Uhr: Katar verurteilt iranische Angriffe auf Türkei und Aserbaidschan

Katar hat den versuchten iranischen Raketenangriff auf die Türkei sowie den Drohnenangriff auf einen Flughafen in Aserbaidschan verurteilt. Das Außenministerium in Doha erklärte, Irans Versuche, den Konflikt auf andere Länder auszuweiten, seien gefährlich. Die Attacken gegen die Türkei und Aserbaidschan stellten eine „gefährliche und aggressive Eskalation“ sowie einen „offenkundigen Verstoß gegen die Souveränität der Staaten“ dar, hieß es in der Erklärung.

11:28 Uhr: Israel greift Sporthallen in Teheran an

Israelische Luftangriffe haben am Donnerstag zwei Sporthallen in der iranischen Hauptstadt Teheran getroffen. Eine offizielle Begründung für die Zielwahl gab es zunächst nicht. Nach Berichten nutzen jedoch die iranischen Revolutionsgarden und die paramilitärische Basidsch-Miliz solche Hallen häufig als Sammelpunkte, wenn frühere Stützpunkte zerstört wurden.

11:21 Uhr: Explosionen in Doha – Katar meldet Raketenangriff

Die katarische Hauptstadt Doha ist von mehreren Explosionen erschüttert worden. AFP-Journalisten vor Ort berichteten von einigen der heftigsten Detonationen seit Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Über der Stadt war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren.

Die Angriffe erfolgten wenige Stunden nach einem Telefonat zwischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi. Der Emir habe Teheran vorgeworfen, seinen Nachbarn zu schaden und sie in einen Krieg hineinzuziehen, teilte das Außenministerium in Doha mit.

Auch in der bahrainischen Hauptstadt Manama waren Explosionen zu hören. Saudi-Arabien erklärte, seine Luftabwehr habe drei Marschflugkörper und mehrere Drohnen abgefangen.

11:15 Uhr: Kreml: Iran hat Russland nicht um Militärhilfe gebeten

Der Iran hat Russland nach Angaben des Kreml bislang nicht um militärische Unterstützung gebeten. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, es habe „keine entsprechenden Anfragen von iranischer Seite“ gegeben.

Der im Januar 2025 unterzeichnete Vertrag über eine „strategische Partnerschaft“ zwischen Moskau und Teheran sehe zudem keine militärische Beistandspflicht vor.

Ein Junge läuft an einer nicht explodierten Rakete vorbei, die auf einem Feld am Rand der Stadt Qamischli im Osten Syriens eingeschlagen ist. Golfstaaten wurden zuletzt wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.

Ein Junge läuft an einer nicht explodierten Rakete vorbei, die auf einem Feld am Rand der Stadt Qamischli im Osten Syriens eingeschlagen ist. Golfstaaten wurden zuletzt wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.

© DELIL SOULEIMAN/AFP

11:09 Uhr: Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt

Seit Beginn der israelischen und US-Angriffe auf den Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100 zivile Einrichtungen beschädigt worden. Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, seien 105 zivile Objekte betroffen, darunter Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile der Hauptstadt Teheran. Demnach wurden bislang 1332 Angriffe an insgesamt 636 Orten registriert. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

9:38 Uhr: Bericht: Iranische Drohne trifft Flughafen in Aserbaidschan

In der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan sind nach Angaben der Regierung Drohnen aus iranischer Richtung eingeschlagen. „Eine Drohne traf gegen Mittag das Terminalgebäude des Flughafens in Nachtschiwan, eine weitere stürzte nahe eines Schulgebäudes im Dorf Şəkərabad ab. Dabei wurde der Flughafen beschädigt und zwei Zivilisten wurden verletzt. Aserbaidschan verurteilt diesen Angriff entschieden, fordert eine umgehende Aufklärung und bestellte den iranischen Botschafter ins Außenministerium ein“, teilte die aserbaidschanische Botschaft in Berlin der Berliner Zeitung mit.

Videoaufnahmen aus Regierungskreisen zeigen schwarzen Rauch nahe dem Terminal des internationalen Flughafens von Nachitschewan. Der Flughafen liegt rund zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Aserbaidschan bestellte nach eigenen Angaben den iranischen Botschafter ein. Das Land behalte sich zudem das Recht auf Vergeltungsmaßnahmen vor.

Nach Informationen der Berliner Zeitung gehen aserbaidschanische Stellen derzeit nicht davon aus, dass die Drohnen versehentlich vom Kurs abgekommen sind. In Baku wird vielmehr als mögliches Motiv ein Vergeltungsschlag im Zusammenhang mit den engen Beziehungen des Landes zu Israel und zuletzt auch zu den USA diskutiert.

Dieses Bild aus einem Video zeigt die Schäden am internationalen Flughafen von Nachitschewan nach einem iranischen Drohnenangriff.

Dieses Bild aus einem Video zeigt die Schäden am internationalen Flughafen von Nachitschewan nach einem iranischen Drohnenangriff.

© Uncredited/dpa

9:19 Uhr: Italien will Golfstaaten mit Luftabwehr unterstützen

Italien will angesichts iranischer Luftangriffe Hilfe für Golfstaaten leisten. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sagte dem Radiosender RTL 102.5, Rom wolle – ähnlich wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland – Unterstützung insbesondere im Bereich der Luftabwehr bereitstellen. Zur Begründung verwies Meloni auch auf italienische Staatsbürger und Soldaten in der Region. Zehntausende Italiener lebten dort, zudem seien rund 2000 italienische Soldaten stationiert.

9.12 Uhr: Iran meldet Raketenangriff auf kurdische Stellungen im Irak

Der Iran hat nach eigenen Angaben kurdische Gruppen im Nordirak mit Raketen angegriffen. Die Revolutionsgarden hätten drei Raketen auf Stellungen in der Autonomen Region Kurdistan abgefeuert, berichteten staatliche Medien.

Das iranische Geheimdienstministerium erklärte, Ziel seien „separatistische Gruppen“ gewesen, die angeblich einen Grenzübertritt vorbereitet hätten.

9:02 Uhr: Bericht: Irans Revolutionsgarden greifen US-Tanker im Golf an

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben staatlicher Medien einen US-Tanker im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff befinde sich im nördlichen Teil des Golfs und stehe in Flammen, berichteten iranische Medien. Unabhängige Bestätigungen für den Vorfall lagen zunächst nicht vor.

8.45 Uhr: Mehr Flüge aus dem Nahen Osten – Airline-Aktien erholen sich

Aktien mehrerer Fluggesellschaften sind in Asien gestiegen, nachdem einige Flüge aus dem Nahen Osten wieder aufgenommen wurden. Emirates und Etihad fliegen laut Flugdaten unter anderem wieder Ziele wie Sydney, Amsterdam, Toronto und Mumbai an, wenn auch nur in begrenztem Umfang. Qatar Airways hat den Betrieb von Doha aus dagegen weiterhin vollständig eingestellt. Anfang der Woche hatten die US-israelischen Angriffe auf den Iran Milliardenverluste bei Airline-Aktien ausgelöst.

8:23 Uhr: Australien entsendet zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten

Australien hat angesichts des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt. Ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine sollen im Rahmen der Notfallplanung eine mögliche Evakuierung australischer Staatsbürger unterstützen, teilten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP mit.

Premierminister Anthony Albanese bestätigte im Parlament, dass „militärische Mittel“ in die Region verlegt worden seien. Australierinnen und Australier sollten jedoch weiterhin vorrangig versuchen, über kommerzielle Flüge auszureisen. Nach offiziellen Angaben halten sich derzeit rund 115.000 australische Staatsbürger in der Region auf.

7:28 Uhr: Irans Außenminister droht USA nach Versenkung von Kriegsschiff

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach der Versenkung einer iranischen Fregatte mit Konsequenzen gedroht. Die Vereinigten Staaten würden den von ihnen geschaffenen „Präzedenzfall bitter bereuen“, schrieb Araghtschi am Donnerstag im Onlinedienst X.

Er bestätigte damit erstmals offiziell, dass die iranische Fregatte „IRIS Dena“ im Indischen Ozean von einem US-U-Boot versenkt worden sei. Das Schiff sei „ohne Vorwarnung“ in internationalen Gewässern angegriffen worden, erklärte Araghtschi. Die Fregatte habe rund 130 Seeleute an Bord gehabt und sich als „Gast der indischen Marine“ in der Region aufgehalten.

7:05 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die israelische Armee „hat gerade eine groß angelegte Angriffswelle auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran begonnen“, erklärte das israelische Militär am Donnerstag.
Zeugen in Teheran hörten Explosionen im Westen der Stadt und in Richtung Karaj. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim Explosionen in Teheran gemeldet. Der Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.

6:05 Uhr: US-Senat blockiert Resolution gegen Trumps Kriegsbefugnisse

Ein Versuch im US-Senat, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Krieg gegen den Iran einzuschränken, ist gescheitert. Die sogenannte War Powers Resolution wurde mit 53 zu 47 Stimmen abgelehnt. Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Zustimmung des Kongresses fortzusetzen. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Rand Paul.

Kaine kritisierte laut AFP vor der Abstimmung, Trump habe dem Kongress „keinerlei Beweise“ für eine unmittelbare Bedrohung durch den Iran vorgelegt. Paul verwies auf die US-Verfassung, nach der eigentlich der Kongress über Kriegserklärungen entscheidet. Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler: Der Demokrat John Fetterman stimmte gegen die Resolution, der Republikaner Rand Paul dafür.

5:58 Uhr: Israelische Angriffe im Libanon 

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben offizieller Stellen mehrere Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur meldete, eine israelische Drohne habe ein Fahrzeug auf einer Küstenstraße zwischen Tyros und der Grenzstadt Naqoura getroffen. Drei Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der jüngsten Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah vor vier Tagen mehr als 70 Menschen getötet und über 430 verletzt.

Ein Arbeiter räumt am 5. März 2026 in Beiruts südlichem Vorort Ghobeiry die Trümmer eines zerstörten Gebäudes von der Straße.

Ein Arbeiter räumt am 5. März 2026 in Beiruts südlichem Vorort Ghobeiry die Trümmer eines zerstörten Gebäudes von der Straße.

© AFP

5:57 Uhr: Neuer israelischer Luftangriff auf Süden von Beirut

Israel hat erneut einen Luftangriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die israelischen Streitkräfte erklärten in der Nacht auf Donnerstag, „Infrastruktur“ der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut attackiert zu haben. Bilder von AFPTV zeigten Rauch über dem Süden von Beirut, einer Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte die israelische Armee die Bevölkerung aufgerufen, das Gebiet zu verlassen.

5:56 Uhr: Angriff auf Flüchtlingslager im Norden des Libanon

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gebäude im palästinensischen Flüchtlingslager Beddawi in der Küstenstadt Tripoli sind laut libanesischem Gesundheitsministerium zwei Menschen getötet worden. Eine weitere Person sei verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu, welches Ziel angegriffen wurde.

5:55 Uhr: Iran setzt Raketenangriffe auf Israel fort

Der Iran hat seine Angriffe auf Israel auch in der Nacht fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte lösten innerhalb von weniger als zwei Stunden drei Mal Raketenalarm aus. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.

Rettungsdienste meldeten zunächst keine Verletzten. Auch in der iranischen Hauptstadt Teheran wurden laut der Nachrichtenagentur Tasnim Explosionen gemeldet. Demnach aktivierte der Iran seine Luftabwehr.

Eine Rauchwolke steigt nach einer Explosion in Teheran auf.

Eine Rauchwolke steigt nach einer Explosion in Teheran auf.

© Mohsen Ganji

5:45 Uhr: Berichte über Angriffe auf kurdische Gruppen im Irak

Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im Nordirak angegriffen. Drei Raketen seien auf ein Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung. Der Sender Press TV veröffentlichte Videos, die Einschläge in Stellungen „anti-iranischer Separatisten“ zeigen sollen.

Der israelische Sender i24NEWS berichtete unterdessen, kurdische Milizen hätten eine Bodenoffensive gegen iranische Regierungstruppen begonnen. Ein Vertreter einer kurdischen Exilkoalition sagte dem Sender, tausende Kämpfer hätten bereits Stellungen im westlichen Iran bezogen. Die Angaben sind bislang nicht unabhängig bestätigt. Das Weiße Haus wies Berichte mehrerer US-Medien zurück, wonach die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollten.

Mitglieder der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) stehen an einem Kontrollpunkt, der zu ihrem Stützpunkt im Stadtteil Koya in Erbil führt.

Mitglieder der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) stehen an einem Kontrollpunkt, der zu ihrem Stützpunkt im Stadtteil Koya in Erbil führt.

© Rashid Yahya

4:30 Uhr: Explosion an Tanker vor Küste Kuwaits

Vor der Küste des Golfstaats Kuwait hat sich an einem Tanker offenbar eine Explosion ereignet. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) erklärte in der Nacht auf Donnerstag, der Kapitän eines vor Anker liegenden Schiffes habe eine „starke Explosion“ gehört und dann ein kleines Boot wegfahren sehen. Es sei Öl ausgelaufen.

4:24 Uhr: Entsendung britischen Kriegsschiffs nach Zypern verzögert sich

Die geplante Entsendung eines britischen Kriegsschiffs nach Zypern wegen des Kriegs gegen den Iran verzögert sich. Die „HMS Dragon“ werde derzeit noch aufgerüstet und solle erst kommende Woche auslaufen, sagten Regierungsvertreter in London.

Verteidigungsminister Al Carns erklärte dem Sender Sky News, Waffensysteme würden ausgetauscht und weitere Arbeiten abgeschlossen, um das Schiff einsatzbereit zu machen. Premierminister Keir Starmer hatte die Entsendung nach Drohnenangriffen auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern angekündigt. Die „HMS Dragon“ und mehrere Hubschrauber sollen demnach für defensive Einsätze auf die Insel verlegt werden.

Mittwoch, 4. März 2026

22:02 Uhr: Spanien widerspricht Weißem Haus bei Militärkooperation

Die spanische Regierung hat der Darstellung des Weißen Hauses widersprochen, Madrid kooperiere nun mit US-Militäroperationen im Nahen Osten. Außenminister José Manuel Albares sagte dem Radiosender Cadena Ser, die Position Spaniens zum Krieg im Nahen Osten und zur Nutzung der US-Stützpunkte im Land habe sich „kein bisschen“ geändert.

Zuvor hatte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärt, Spanien habe zugestimmt, mit dem US-Militär zu kooperieren. Damit habe Madrid die Botschaft von US-Präsident Donald Trump „laut und deutlich“ gehört.

21.35 Uhr: Kurdische Kämpfer sollen Offensive im Westen des Iran begonnen haben

Kurdische Milizen aus dem Nordirak haben laut einem Bericht des israelischen Senders i24NEWS eine Bodenoffensive gegen iranische Regierungstruppen begonnen. Ein Vertreter einer kurdischen Exilkoalition sagte dem Sender, tausende Kämpfer hätten bereits in der Nacht zum 2. März Stellungen im westlichen Iran bezogen, vor allem in Bergregionen nahe der Grenze zum Irak. Unabhängig bestätigt sind die Angaben bislang nicht.

Das Weiße Haus dementierte Berichte mehrerer US-Medien, wonach die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand im Iran zu provozieren.

19:50 Uhr: USA präzisieren Kriegsziele im Iran

Die USA haben ihre Kriegsziele im Iran weiter konkretisiert. Ziel der Militärschläge sei es, Irans nukleare Ambitionen „für immer auszulöschen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in Washington. Zudem sollten das iranische Raketenprogramm zerstört, die Marine des Landes „annihiliert“ und verbündete Milizen Teherans zerschlagen werden.

Bereits zuvor hatte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, angekündigt, die Militärstrategie anzupassen. Nach der erlangten Lufthoheit über Teile der iranischen Küste wolle das US-Militär zunehmend Ziele im Landesinneren angreifen. Statt großer Angriffe mit Fernwaffen plane das Regionalkommando Centcom schnellere und gezieltere Präzisionsschläge, unter anderem mit Hellfire-Raketen. Ziel sei es, Irans militärische Fähigkeiten dauerhaft zu schwächen und einen schnellen Wiederaufbau zu verhindern, sagte Caine. Angaben zu den verfügbaren Munitionsvorräten machte er aus Gründen der operativen Sicherheit nicht.

19:46 Uhr: Spanien kooperiert laut Weißen Haus nun mit US-Militär

Spanien hat nach Angaben des Weißen Hauses zugestimmt, mit dem US-Militär zu kooperieren. Sprecherin Karoline Leavitt sagte, Madrid habe die Botschaft von US-Präsident Donald Trump „laut und deutlich“ gehört. Trump hatte Spanien zuvor mit einem Handels­embargo gedroht, nachdem Madrid US-Flugzeugen die Nutzung gemeinsam betriebener Stützpunkte im Süden des Landes verweigert hatte. Spanische Reaktionen zu dieser Behauptung gab es zunächst nicht.

 19:42 Uhr: Geheimdienste beobachten Chamenei-Nachfolge 

US-Geheimdienste verfolgen laut dem Weißen Haus Berichte über einen möglichen Nachfolger des getöteten iranischen Führers Ali Chamenei. Sprecherin Karoline Leavitt sagte, die Hinweise auf seinen Sohn Modschtaba Chamenei würden „genau beobachtet“. Wie sich die Führung im Iran künftig entwickle, müsse man abwarten.

19:40 Uhr: Weißes Haus: Iran habe „den Weg der Gewalt gewählt“

Der Iran habe den Krieg selbst provoziert, sagte Leavitt weiter. Teheran habe bei Verhandlungen „gelogen und verzögert“, um Zeit für den Ausbau seines Raketen- und Atomprogramms zu gewinnen. US-Präsident Donald Trump habe deshalb entschieden, dass Diplomatie keine Option mehr gewesen sei.

Trump habe die Angriffe auf den Iran angeordnet, weil er überzeugt gewesen sei, dass Teheran einen Angriff auf die USA plane, sagte Leavitt. Nicht zu handeln sei für den Präsidenten „keine akzeptable Option“ gewesen.

19:06 Uhr: USA melden Angriffe auf mehr als 20 iranische Schiffe

Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben bisher mehr als 20 iranische Schiffe angegriffen oder versenkt. In der vergangenen Nacht sei auch ein Kriegsschiff der Soleimani-Klasse getroffen worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Der Katamaran gehört zur Marine der iranischen Revolutionsgarden und ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

18.15 Uhr: Video zeigt Torpedotreffer auf iranische Fregatte „IRIS Dena“

Das US-Verteidigungsministerium hat ein 18-sekündiges Video des Angriffs auf die iranische Fregatte „IRIS Dena“ veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie ein Torpedo das Kriegsschiff trifft und eine große Explosion auslöst. Kurz darauf ist zu sehen, wie das Schiff schwer beschädigt im Wasser liegt und schließlich sinkt. Nach Angaben der Behörden befanden sich rund 180 Menschen an Bord.

Nach Angaben aus Colombo konnten bislang etwa 90 Leichen geborgen werden. Mehr als 30 Matrosen konnten laut Behördenangaben gerettet werden. Etwa 60 Menschen würden noch vermisst.

Die sinkende Fregatte „IRIS Dena“

Die sinkende Fregatte „IRIS Dena“

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18:07 Uhr: Israel meldet Angriff auf Militärkomplex in Teheran

Israel hat nach eigenen Angaben einen Militärkomplex im Osten Teherans angegriffen. In der Anlage hätten sich Kommandostellen der Revolutionsgarden, der Al-Kuds-Brigade und der Bassidsch-Milizen befunden, teilte die israelische Armee mit. Der Komplex habe zudem Hauptquartiere verschiedener iranischer Sicherheitsorganisationen umfasst, darunter Geheimdienststellen, Kräfte der inneren Sicherheit und eine Cyberkriegs-Einheit.

18:02 Uhr: Katar weist Irans Darstellung zu Raketenangriffen zurück

Katar hat Irans Behauptung zurückgewiesen, seine Raketenangriffe richteten sich ausschließlich gegen US-Ziele. Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani habe diese Darstellung in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi „kategorisch zurückgewiesen“, teilte das katarische Außenministerium mit. Al-Thani forderte demnach ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe. Zugleich betonte er, Katar werde jede Aggression abwehren und habe das Recht auf Selbstverteidigung.

17:55 Uhr: Irans Präsident: Haben „keine andere Wahl“ als Selbstverteidigung

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Angriffe seines Landes als Reaktion auf eine „amerikanisch-zionistische Militäraggression“ bezeichnet. Man habe gemeinsam mit anderen Staaten versucht, den Krieg diplomatisch zu verhindern, schrieb er auf der Plattform X. Der Iran respektiere die Souveränität der Nachbarstaaten und strebe Stabilität in der Region an, erklärte Peseschkian. Die Sicherheit müsse durch gemeinsame Anstrengungen der Staaten im Nahen Osten gewährleistet werden.

17:08 Uhr: Iran-Angriff wurde laut Israel vorgezogen

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat erklärt, dass die Offensive gegen den Iran ursprünglich erst für den Sommer 2026 geplant gewesen sei. Wegen „Entwicklungen und Umständen“, darunter Ereignisse im Iran und die Haltung von US-Präsident Donald Trump, sei der Beginn jedoch vorgezogen worden, teilte sein Büro mit. Zudem habe die Möglichkeit einer gemeinsamen Operation mit den USA eine Rolle gespielt.

17:03 Uhr: Türkei bestellt iranischen Botschafter wegen Raketenabschuss ein

Das türkische Außenministerium hat den iranischen Botschafter einbestellt. Ankara protestierte damit gegen den Abschuss einer ballistischen Rakete aus dem Iran, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum von der Nato-Luftabwehr abgefangen wurde, wie ein türkischer Beamter sagte.

16:50: Iran seit rund vier Tagen fast vollständig offline

Der Iran ist nach Angaben der Internet-Beobachtungsstelle NetBlocks seit rund vier Tagen weitgehend vom globalen Netz abgeschnitten. Die landesweite Internet-Konnektivität liege nur noch bei etwa ein Prozent des üblichen Niveaus, teilte die Organisation mit. Es handelt sich Beobachtern zufolge um den zweiten großen landesweiten Internet-Blackout in diesem Jahr, nachdem es bereits im Januar eine umfassende Abschaltung im Zusammenhang mit Protesten gegeben hatte. Die wirtschaftlichen Schäden solcher landesweiten Netzsperren werden auf mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Tag geschätzt.

16:42 Uhr: USA ändern Taktik im Krieg gegen den Iran

Die USA wollen ihre Militärstrategie im Iran anpassen und künftig stärker auf Präzisionsschläge setzen. Generalstabschef Dan Caine sagte in Washington, nach der erlangten Lufthoheit über die südliche iranische Küste sollten US-Streitkräfte nun zunehmend tiefer im Landesinneren angreifen.

Statt großer Angriffe mit Fernwaffen plane das Regionalkommando Centcom schnellere und gezieltere Schläge, auch mit Hellfire-Raketen. Ziel sei es, das iranische Raketenarsenal zu zerstören, die Marine zu schwächen und einen schnellen Wiederaufbau militärischer Fähigkeiten zu verhindern. Angaben zu den Munitionsvorräten machte Caine nicht.

16:15 Uhr: Schifffahrt durch Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen

Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic um etwa 90 Prozent eingebrochen. Große Reedereien meiden die Meerenge aus Sicherheitsgründen, berichtete die Nachrichtenagentur AP. Nach Daten der Plattform liegen derzeit mindestens 200 Schiffe – darunter Öl- und Flüssiggas-Tanker sowie Frachter – vor den Küsten wichtiger Golfstaaten wie Irak, Saudi-Arabien und Katar vor Anker, wie Reuters berichtet. Weitere Hunderte Schiffe warten außerhalb der Meerenge und können Häfen in der Region nicht erreichen.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Rund ein Fünftel der globalen Öl- und Flüssiggaslieferungen passiert normalerweise die Meerenge. Wegen fehlender Lagermöglichkeiten haben Katar seine Gasproduktion ausgesetzt und der Irak seine Ölförderung reduziert.

15:25 Uhr: USA versenken iranisches Kriegsschiff

Die USA haben nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka versenkt. Ein amerikanisches U-Boot habe die Fregatte „IRIS Dena“ in internationalen Gewässern mit einem Torpedo getroffen, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Es sei das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass ein US-U-Boot ein feindliches Schiff mit einem Torpedo versenkt habe.

Marine-Sprecher Commander Buddhika Sampath erklärte, dass zum Zeitpunkt des Eintreffens der Marineschiffe am Ort des Untergangs des iranischen Schiffes „nur noch einige Ölflecken und Rettungsflöße zu sehen waren. Wir fanden Menschen, die im Wasser trieben.“

Hegseth betonte zugleich, der US-Militäreinsatz gegen den Iran stehe erst am Anfang. Präsident Donald Trump hatte erklärt, eines der Hauptziele des US-Militärs sei die Zerschlagung der iranischen Marine.

Die iranische Fregatte „IRIS Dena“ wurrde laut US-Angaben vor Sri Lanka versenkt.

Die iranische Fregatte „IRIS Dena“ wurrde laut US-Angaben vor Sri Lanka versenkt.

© Iranian Army Office/imago

15:23 Uhr: Iranische Raketenangriffe laut den USA deutlich zurückgegangen

Nach Angaben des US-Militärs sind die iranischen Raketenangriffe seit Beginn der US-israelischen Offensive deutlich zurückgegangen. Die Zahl der abgefeuerten ballistischen Raketen sei um 86 Prozent gesunken. Zudem untersuchen die USA einen mutmaßlichen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Iran, bei dem laut iranischen Staatsmedien fast 200 Menschen getötet worden sein sollen.

15:21 Uhr: Dutzende Tote nach Versenkung iranischer Fregatte

Bei der Versenkung der iranischen Fregatte „IRIS Dena“ vor Sri Lanka sind nach Angaben aus Colombo bislang 87 Leichen geborgen worden. 32 Matrosen konnten laut Behördenangaben gerettet werden. 61 Menschen würden noch vermisst. Insgesamt sollen 180 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen sein.

Das Schiff sei im Indischen Ozean auf dem Rückweg aus einem indischen Hafen nach dem Iran gewesen, sagte ein stellvertretender Außenminister Sri Lankas dem Sender Ada Derana.

Rettungskräfte tragen Leichen iranischer Seeleute, die bei einem US-Torpedoangriff auf ihre Fregatte „IRIS Dena“ vor der Südküste Sri Lankas ums Leben kamen.

Rettungskräfte tragen Leichen iranischer Seeleute, die bei einem US-Torpedoangriff auf ihre Fregatte „IRIS Dena“ vor der Südküste Sri Lankas ums Leben kamen.

© ISHARA S. KODIKARA/imago

15:15 Uhr: Drahtzieher eines Trump-Attentats getötet

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist der Anführer einer iranischen Einheit getötet worden, die hinter einem geplanten Attentat auf Präsident Donald Trump im Jahr 2024 gestanden haben soll. Die Operation habe am Dienstag stattgefunden. Der Iran hatte entsprechende Vorwürfe bereits früher zurückgewiesen.

15:08 Uhr: Nato verurteilt iranischen Raketenbeschuss auf Türkei

Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. „Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt“, erklärte Nato-Sprecherin Allison Hart. Das Bündnis stehe fest an der Seite seiner Mitglieder.

Ein Nato-Abwehrsystem hatte eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das Geschoss war laut Verteidigungsministerium in Ankara auf den türkischen Luftraum gerichtet und hatte zuvor den Irak überflogen, hieß es. Trümmer der Abwehrrakete fielen in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche, Verletzte gab es nicht. Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt dennoch als unwahrscheinlich. Generalsekretär Mark Rutte sagte dem ARD-Studio Brüssel, niemand gehe davon aus, dass das Bündnis in den Krieg hineingezogen werde. Der Konflikt spiele sich außerhalb des Nato-Gebiets ab. Zudem müssten alle Mitgliedstaaten einem Einsatz zustimmen.

14:58 Uhr: Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Demnach schlug das Projektil knapp über der Wasserlinie ein und löste ein Feuer im Maschinenraum aus.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch etwa zwei Seemeilen vor der Küste Omans. Zu welcher Reederei das Schiff gehört und unter welcher Flagge es fährt, ist bislang unklar. Berichte über Verletzte oder größere Umweltschäden liegen zunächst nicht vor.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Golfstaaten.

14:05 Uhr: Iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka gesunken

Vor der Küste Sri Lankas ist ein iranisches Kriegsschiff gesunken. Die Fregatte „IRIS Dena“ sank am Mittwoch aus bislang ungeklärter Ursache rund 40 Kilometer südlich der Insel, wie Außenminister Vijitha Herath vor dem Parlament sagte.

Mehrere Leichen wurden laut Marinesprecher Buddhika Sampath geborgen, 148 Matrosen gelten als vermisst. 32 Besatzungsmitglieder seien gerettet und in Krankenhäuser gebracht worden. Überlebende berichteten von einer Explosion. Das Schiff hatte zuvor an einer Militärübung im indischen Hafen Visakhapatnam teilgenommen. Unklar ist bisher, warum das Schiff sank. Es galt als eines der modernsten Kriegsschiffe der iranischen Armee.

13:01 Uhr: Türkei meldet Zerstörung von Rakete aus dem Iran

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete wurde nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums von Luft- und Raketenabwehrsystemen der Nato zerstört. Die Rakete überflog demnach Syrien und den Irak und steuerte anschließend in Richtung des türkischen Luftraums. Bei dem Vorfall habe es keine Verletzten gegeben, hieß es.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan telefonierte daraufhin mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi und betonte, dass „alle Schritte, die den Konflikt eskalieren und zu seiner Ausbreitung beitragen könnten“, vermieden werden müssten, wie AP unter Berufung auf einen türkischen Beamten berichtete.

12:52 Uhr: Iran soll CIA Gespräche angeboten haben

Agenten des iranischen Geheimdienstes sollen indirekt Kontakt zur CIA aufgenommen und Gespräche über Bedingungen für ein Ende der US-israelischen Angriffe auf den Iran angeboten haben, wie die New York Times unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Beamte berichtet. Der Kontaktversuch habe nur einen Tag nach Beginn der Angriffe am Samstag stattgefunden.

Israelische Regierungsvertreter haben die USA dem Bericht zufolge gebeten, das Angebot zu ignorieren, das über den Geheimdienst eines anderen Landes übermittelt worden sei. In Washington werde es bisher nicht ernst genommen, hieß es.

12:42 Uhr: Hauptquartier von iranisch-kurdischer Oppositionsgruppe von Drohne getroffen

Das Hauptquartier einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe im irakischen Kurdistan wurde von einer Drohne getroffen. Dabei wurden ein Waffenlager beschädigt sowie zwei Mitglieder der Gruppe verletzt, berichtete Reuters unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Mehrere US-Medien hatten zuvor übereinstimmend berichtet, dass die USA Gespräche mit iranisch-kurdische Milizen geführt haben, um über mögliche Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte zu beraten.

12:15 Uhr: Iran verschiebt Trauerzeremonie für Chamenei

Die für Mittwoch geplante Trauerzeremonie für Chamenei wird aufgrund heftiger Angriffe auf Teheran verschoben, teilte das iranische Staatsfernsehen mit. Ein neuer Zeitpunkt soll später bekannt gegeben werden.

11:41 Uhr: Sri Lanka korrigiert Angaben zu iranischem Schiff

Sri Lanka hat Angaben korrigiert, nachdem in Folge eines U-Boot-Angriffs auf ein iranisches Schiff 78 Menschen verletzt und 101 vermisst werden. Ein Sprecher der Marine erklärte laut Reuters, die vorherigen Angaben seien nicht korrekt gewesen. 32 Personen, die bei dem Vorfall verletzt wurden, werden nun im Krankenhaus behandelt, hieß es.

Einem AP-Bericht zufolge soll es sich um eines der neuesten Kriegsschiffe Irans handeln. Das US-Finanzministerium hatte demnach im Jahr 2023 Sanktionen gegen die IRIS Dena und das Unterstützungsschiff IRIS Makran, einen umgebauten Öltanker, verhängt.

11:20 Uhr: Saudi-Arabien meldet Angriff auf Raffinerie

Saudi-Arabien meldet einen erneuten Angriffsversuch auf seine Ölraffinerie in Ras Tanura. Die Raffinerie war diese Woche bereits Ziel eines iranischen Angriffs. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen Drohnenangriff, Schäden wurden zunächst nicht festgestellt, wie das Verteidigungsministerium von Saudi-Arabien mitteilte.

11:11 Uhr: Iranischer Fußballspieler Mehdi Taremi will wohl nicht der Armee beitreten

Der iranische Stürmer Mehdi Taremi hat einem Bericht zufolge keine Pläne, seinen Verein Olympiakos Piräus vorübergehend zu verlassen, um in seinem Land zu kämpfen. Wie das Fußball-Nachrichtenportal OneFootball berichtete, dementierte sein Agent Federico Pastorello entsprechende Berichte und versicherte, dass der Spieler „vollkommen auf seine Arbeit in Athen konzentriert“ sei.

10:57 Uhr: Iran kurz vor Ernennung eines Nachfolgers von Chamenei

Der Iran steht offenbar kurz davor, einen neuen Obersten Führer als Nachfolger von Ayatollah Ali Chamenei zu bestimmen. „Der Oberste Führer wird bei nächster Gelegenheit identifiziert werden, wir stehen kurz vor einem Abschluss, die Lage im Land gleicht jedoch einer Kriegssituation“, sagte Mitglied der iranischen Expertenversammlung im staatlichen Fernsehen.

Als potenzieller Nachfolger gilt Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei. Er soll den US-israelischen Angriff auf den Iran überlebt haben, wie Reuters unter Berufung auf iranische Quellen berichtete.

10:43 Uhr: Offenbar zahlreiche Menschen nach U-Boot-Angriff auf iranisches Schiff vermisst

Nach einem U-Boot-Angriff auf ein iranisches Schiff vor der Küste Sri Lankas werden offenbar zahlreiche Menschen vermisst. 78 Menschen seien verletzt worden und 101 weitere werden vermisst, wie Reuters unter Berufung auf Angaben der sri-lankischen Marine und des Verteidigungsministeriums berichtete.

Zuvor hatte das sri-lankische Militär erklärt, 30 Personen von dem Schiff gerettet zu haben, nachdem es einen Notruf abgesetzt hatte. Es gab zunächst keine offiziellen Angaben darüber, wie die Seeleute verwundet wurden und wie das Schiff beschädigt wurde.

9:16 Uhr: Israel startet neue Angriffe auf Teheran

Israel hat nach eigenen Angaben mit erneuten Angriffen auf Teheran begonnen. Zuvor hatten iranische Staatsmedien über schwere Explosionen im Osten Teherans berichtet.

8:57 Uhr: Sri Lanka rettet Menschen von sinkendem iranischem Schiff

Das sri-lankische Militär hat am Mittwoch mindestens 30 Seeleute von einem sinkenden iranischen Schiff in der Nähe sri-lankischer Gewässer gerettet, teilte der Außenminister des Landes dem Parlament mit. Die sri-lankische Marine entsandte eine Rettungsmission, nachdem ein Notruf des Schiffes eingegangen war. Die Ursache des Untergangs war zunächst nicht bekannt.

8:15 Uhr: Bundesregierung will Rückholaktion starten

Die Bundesregierung will am Mittwoch ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere starten. Nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist ein erster Flug nach Maskat geplant, mit dem Menschen aus der Hauptstadt des Oman geholt werden sollen. Bereits am Dienstag kamen Urlauber mit den ersten Linienmaschinen nach Deutschland.

Seit dem Wochenende sitzen Zehntausende Menschen im Nahen Osten fest, die dort Urlaub machen oder einen dortigen Flughafen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten in der Region haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.

Laut Lufthansa soll ein Jet vom Typ Airbus A340-300 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Menschen nach Hause bringen. Weitere Flüge sind dem Außenminister zufolge in den kommenden Tagen geplant.

8:06 Uhr: Israel droht mit Tötung von Nachfolger Chameneis

Jeder neue iranische Führer, der vom beratenden Rat der islamischen Geistlichen im Iran ausgewählt werde, wird nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz Ziel erneuter Angriffe werden.

„Jeder vom iranischen Terrorregime ernannte Anführer, der den Plan zur Zerstörung Israels, zur Bedrohung der Vereinigten Staaten, der freien Welt und der Länder der Region sowie zur Unterdrückung des iranischen Volkes weiterführt, wird ein unmissverständliches Ziel der Eliminierung sein“, sagte Katz laut Reuters am Mittwoch.

Der Iran gab unterdessen bekannt, ab Mittwochabend eine dreitägige „Abschiedszeremonie“ für Chamenei zu beginnen, der durch US-amerikanische und israelische Angriffe getötet worden war.

6:20 Uhr: Sohn von Chamenei gilt als wahrscheinlicher Nachfolger

Medienberichten zufolge gilt Modschtaba Chamenei, der Sohn des von US-amerikanischen und israelischen Angriffen getöteten Ayatollah Ali Chamenei, als wahrscheinlicher Nachfolger. Bei einem Treffen hochrangiger Geistlicher am Dienstag erwies er sich als Favorit, wie die New York Times unter Berufung auf drei iranische Beamte berichtet. Demnach könnte seine Nachfolge bereits am Mittwoch verkündet werden. Es gebe jedoch Bedenken, dass er so in das Visier der USA und Israels gelangen könnte.

Auch der persischsprachige Auslandssender Iran International berichtete, Modschtaba Chamenei sei unter dem Druck der Revolutionsgarden zum nächsten Führer des Landes gewählt worden.

6:02 Uhr: Berichte: USA und iranisch-kurdische Milizen beraten über Angriffe

Iranisch-kurdische Milizen haben sich in den letzten Tagen mit den USA darüber beraten, ob sie iranische Sicherheitskräfte im Westen des Landes angreifen sollten, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Eine endgültige Entscheidung stehe jedoch noch aus.

Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, die CIA arbeite daran, kurdische Gruppen zu bewaffnen, die über Tausende Kämpfer entlang der irakisch-iranischen Grenze verfügen. Geplant sei demnach, durch Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte den Iranern erneute Proteste zu ermöglichen. (mit dpa, AFP)

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