Der Iran soll die jemenitische Huthi-Miliz bei ihren jüngsten Angriffen auf Saudi-Arabien mit Zielinformationen, Ausbildung und taktischer Beratung unterstützen. Das berichtete am Samstag das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider aus Saudi-Arabien und dem Militärbündnis, das im Jemen die Huthi bekämpft.
Die Hilfe habe zu einer Angriffsserie beigetragen, die die Zeitung als die bislang wirkungsvollste der Miliz gegen das Königreich einstuft.
Zu den jüngsten Vorfällen zählt dem Bericht zufolge ein Raketenangriff auf den King-Khalid-Flughafen in Riad, bei dem am vergangenen Wochenende mindestens 13 Menschen getötet worden seien. Zudem habe die Miliz Öltanker und Energieanlagen beschossen.
Die Huthi kontrollieren nach Angaben des Wall Street Journal inzwischen die jemenitische Küste an der Meerenge Bab al-Mandab, einem wichtigen Transportweg für saudische Ölexporte.
Luftangriffe auf Hodeidah
Parallel verschärft das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis seine Luftangriffe im Jemen. Koalitionssprecher Generalmajor Turki al-Maliki veröffentlichte auf der Plattform X Luftaufnahmen vom 16. Oktober, die Angriffe auf eine mutmaßliche Waffenschmuggelroute der Huthi in der Hafenstadt Hodeidah am Roten Meer zeigen sollen. Zu sehen sind nach Angaben der Nachrichtenseite Arab News Treffer gegen Lastwagen, kleine Boote und offenbar Lagergebäude.
Die vom Iran unterstützten Huthi hatten 2014 die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Die schiitisch geprägte politisch-militärische Bewegung im Jemen gehört zur vom Iran unterstützten „Achse des Widerstands“. Nach einer Waffenruhe von 2022 waren die Kämpfe im Jemen weitgehend zum Erliegen gekommen. Im Zuge des Krieges zwischen dem Iran und den USA flammte der Konflikt in diesem Jahr wieder auf.
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