Iran-Krieg

Iran-USA-Gespräche: JD Vance trifft in der Schweiz ein

Am Sonntag sollen in der Schweiz Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Vertretern über ein dauerhaftes Abkommen beginnen. Auch JD Vance nimmt daran teil.

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US-Vizepräsident JD Vance

US-Vizepräsident JD Vance

© Spencer Platt/Pool Getty Images North America/dpa

In der Schweiz sollen am Sonntag die Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des Kriegs zwischen den USA und dem Iran beginnen. US-Vizepräsident JD Vance traf am Sonntagmorgen auf dem Luftwaffenstützpunkt Emmen bei Luzern ein, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

Eine iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf war bereits am Samstagabend in Zürich eingetroffen, wie der iranische Staatssender Irib meldete. Ihr gehören laut AP auch Außenminister Abbas Araghtschi und Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati an.

Verhandlungen nach Rahmenabkommen

Grundlage der Gespräche ist ein am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian unterzeichnetes Rahmenabkommen. Es sieht laut AP einen Zeitraum von 60 Tagen für weitere Verhandlungen vor, um ein endgültiges Abkommen zu schließen. Zentrale Themen sind das iranische Atomprogramm, die Aufhebung von Sanktionen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus.

Die USA, europäische Länder und die arabischen Golfstaaten sind laut Bloomberg gegen die Idee, dass der Iran Gebühren für eine Durchfahrt verlangen könnte. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag auf Truth Social, es werde keine Gebühren geben, „es sei denn, sie werden von den Vereinigten Staaten von Amerika und zu deren Gunsten erhoben“, sollte keine Vereinbarung zustande kommen. Diese könnten demnach „für Dienstleistungen“ erhoben werden, die die USA „als ‚Schutzengel‘ der Länder des Nahen Ostens erbracht“ hätten.

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Spannungen vor Verhandlungsbeginn

Überschattet werden die Gespräche durch Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Südlibanon. Nach Angaben von AP wurden in den ersten Tagen nach Abschluss des Vereinbarung zwischen den USA und Iran 47 Menschen im Libanon sowie vier israelische Soldaten getötet

Das zentrale Hauptquartier Khatam al-Anbiya der iranischen Streitkräfte kündigte am Samstag eine erneute Sperrung der Straße von Hormus an und begründete dies mit der Lage im Libanon, wie Irib berichtete. Das US-Zentralkommando widersprach laut AP der Darstellung und erklärte, am Samstag hätten 55 Handelsschiffe mit mehr als 17 Millionen Barrel Öl die Meerenge passiert.

Vance sagte laut Bloomberg: „Wir müssen die Situation kontinuierlich managen, um sicherzustellen, dass Israel und der Libanon sicher sind.“ Das Hauptproblem sei, dass „jemand schießt und dann jemand reagiert – ein Teufelskreis“.

Vermittler aus Pakistan und Katar beteiligt

An den Gesprächen nehmen laut AP auch der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif, Armeechef Asim Munir sowie Vermittler aus Katar teil. Auf US-Seite sind zudem der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vor Ort.

Vance sagte vor seinem Abflug laut Bloomberg, er werde voraussichtlich nur „ein oder zwei Tage“ bleiben. Ziel sei es, „die eigentliche Verhandlungsstruktur aufzubauen“ sowie Fortschritte beim Atomprogramm und bei der Frage der Waffenruhe im Libanon zu erzielen.

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