Bundesanwaltschaft

IS-Sympathisant aus Berlin wegen Terrorplänen angeklagt

Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Abdullah H. aus Berlin. Er soll einen Anschlag in Deutschland vorbereitet haben und sitzt aktuell bereits in Haft.

Team News Mike Wilms AFP/mow
2 Min
Der Angeklagte Abdullah H. aus Berlin soll an Terrorplänen gearbeitet haben (Symbolbild).

Der Angeklagte Abdullah H. aus Berlin soll an Terrorplänen gearbeitet haben (Symbolbild).

© Imago/Panthermedia

H. wurde bereits vor fast genau zwei Jahren von Spezialkräften unter Terrorverdacht festgenommen und befindet sich seitdem in Haft. Er wurde in einem separaten Strafverfahren vor dem Berliner Kammergericht schon wegen der Verbreitung von Anleitungen für Anschläge sowie zum Bombenbau an Gleichgesinnte in einer Messengerchatgruppe verurteilt. Die Strafe wurde nach Angaben der Bundesanwaltschaft im März rechtskräftig. Er verbüßt sie derzeit.

Verdacht der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat

Parallel dazu führte die Bundesanwaltschaft von Anfang an noch ein zweites Ermittlungsverfahren gegen den Mann wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Dieses wurde nun mit der Anklageerhebung abgeschlossen. Über die Zulassung der Anklage und die Prozesseröffnung entscheidet das Kammergericht in Berlin, zuständig ist der dortige sogenannte Staatsschutzsenat.

Laut Anklageschrift soll sich H. spätestens im Juni 2019 zur Planung eines Anschlags entschlossen und in der Folge mit den Vorbereitungen dazu begonnen haben. Demnach beschaffte er sich unter anderem verschiedene handelsübliche Chemikalien, aus denen sich Sprengsätze herstellen lassen. Zudem besorgte er sich Werkzeug sowie Metallteile und begann damit, eine Maschinenpistole zu bauen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Angeklagter arbeitete als Reinigungskraft an einer Grundschule

H. wurde am 19. November 2019 von Spezialeinsatzkräften der Polizei in Berlin festgenommen, auch seine Wohnung wurde damals durchsucht. Der Verdächtige war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt. Er arbeitete nach damaligen Angaben der Berliner Behörden als Reinigungskraft an einer Grundschule. Medienberichten zufolge hatte ein ausländischer Geheimdienst dem Verfassungsschutz Hinweise auf ihn gegeben. Er wurde dann über mehrere Monate von deutschen Ermittlern beobachtet.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner