Eine neue Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft vergleicht hat Versorgungslage in fast 11000 Gemeinden verglichen. Ostdeutsche Städte erreichen dabei häufiger Spitzenwerte als westdeutsche – trotz eines klaren Süd-Vorsprungs an der Spitze.
30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als „sehr gut“ versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent. Das geht aus dem „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris erstellt hat.
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IW-Ranking: Ostdeutsche Städte in den Top Ten
Bewertet wurden den Angaben zufolge 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Dazu zählen die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen sowie die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theatern, Museen und Schwimmbädern. Auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit flossen in die Bewertung ein.
Berlin liegt mit Platz sechs weit vorn im Ranking. Auf Platz sieben liegt das sächsische Radebeul. Unter den am besten versorgten Kommunen jenseits der Metropolen findet sich mit Friedrichroda im Thüringer Wald zudem eine ostdeutsche Kleinstadt auf Rang zehn des bundesweiten Rankings. Aus dem Westen schaffte es Memmingen im Allgäu auf Platz fünf. An der Spitze des Gesamtrankings steht laut IW die Stadt Haar bei München, die bundesweit am besten mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und weiteren Angeboten ausgestattet sei. Schlusslicht unter den fast 11.000 untersuchten Gemeinden ist Hirschthal in der Südwestpfalz.
Im Vergleich der Flächenländer ergibt sich ein gemischtes Bild für den Osten. Während ostdeutsche Städte überdurchschnittlich oft Topwerte erreichen, bildet Mecklenburg-Vorpommern auf Länderebene das Schlusslicht: Dort gilt mehr als jede zweite Gemeinde als „sehr schlecht“ versorgt, wie das IW in Köln mitteilte. An der Spitze der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen, wo nach IW-Angaben mehr als jede zweite Gemeinde in die Kategorie „sehr gut“ fällt und insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien „sehr gut“ und „gut“ eingeordnet werden.
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