Tourismus

Änderung für Touristen ab Juli: Japan erhöht Visagebühren deutlich

Japan erhöht seine Visagebühren um das Fünffache, kündigt der Außenminister Motegi an. Es sei die erste Erhöhung seit Jahrzehnten. Die Änderung soll ab dem 1. Juli gelten.

2 Min
Reisende am Flughafen Tokio-Narita

Reisende am Flughafen Tokio-Narita

© Michael Bihlmayer/imago

Das japanische Kabinett hat beschlossen, die Gebühren für Einreisevisa für ausländische Staatsangehörige deutlich anzuheben. Das erklärte Außenminister Toshimitsu Motegi während einer Pressekonferenz am Freitag, wie aus einem Transkript auf der Ministeriumswebsite hervorgeht.

Die Gebühr für ein Visum zur einmaligen Einreise soll demnach von 3000 Yen auf 15.000 Yen (rund 81 Euro) steigen, die Gebühr für ein Visum zur mehrfachen Einreise steigt von 6000 auf 30.000 Yen (rund 162 Euro), so Motegi. Die Änderungen gelten nach Angaben des Ministers für Anträge, die ab dem 1. Juli eingereicht werden.

„Die derzeitige Visumgebühr wurde 1978 festgelegt, und wir haben sie kürzlich angepasst, um der seitherigen Inflation und den Wechselkursschwankungen Rechnung zu tragen“, sagte Motegi laut der Japan Times. Von unmittelbaren Auswirkungen auf den Tourismus gehe er nicht aus. Deutsche Reisende können laut Website des Auswärtigen Amts bis zu 90 Tage visumsfrei einreisen.

Höhere Gebühren auch für Aufenthaltstitel geplant

Im Mai hatte das Oberhaus laut Japan Times ein Gesetz verabschiedet, das deutlich höhere Obergrenzen für verschiedene aufenthaltsrechtliche Gebühren ermöglicht. Es erlaubt demnach eine Erhöhung verschiedener solcher Gebühren um bis zum 30-Fachen.

Konkret plant die Regierung dem Bericht zufolge, die Gebühren für Statusänderungen und Aufenthaltsverlängerungen von derzeit 5500 bis 6000 Yen auf 10.000 bis 70.000 Yen zu erhöhen. Für Anträge auf dauerhaften Aufenthalt soll die Gebühr von 10.000 auf 200.000 Yen steigen. Die Umsetzung ist vor Ende des Fiskaljahres am 31. März 2027 vorgesehen.

Mehr Einnahmen für wachsende Verwaltungsaufgaben

Mit den zusätzlichen Einnahmen will die Regierung nach Angaben der Japan Times die Verwaltung der wachsenden ausländischen Bevölkerung finanzieren, japanische Sprachprogramme ausbauen und Maßnahmen gegen illegale Aufenthalte verstärken. Ende 2025 lebten dem Bericht zufolge rund 4,13 Millionen Ausländer in Japan.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo News sollen die japanischen Visagebühren durch die Erhöhungen zudem an das Niveau der G7-Staaten herangeführt werden.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner