Die traditionsreiche Dixieland-Parade – seit 1978 fester Abschluss des internationalen Jazzfestivals in Dresden – wird am 17. Mai nicht stattfinden. Grund dafür sind kurzfristige behördliche Auflagen, die erst am 30. April 2026 eingegangen sind – nur zehn Tage vor Festivalbeginn. So teilt es die Sächsische Festival Vereinigung e.V. mit.
„Eine sichere und verantwortungsvolle Umsetzung war in dieser kurzen Zeit nicht mehr möglich“, heißt es auf dem Facebook-Auftritt des Festivals. Bereits im August 2025 seien alle Planungsunterlagen inklusive Strecke eingereicht worden.
Kurzfristige Organisation erforderlich
Nach Angaben der Veranstalter wurden zusätzliche Anforderungen an Terrorschutz, Sicherheitspersonal sowie stationäre und mobile Fahrzeugsperren gestellt. Der entsprechende Bescheid der Stadt ist erst am 5. Mai eingegangen. Bis zum 30. April 2026 hätten keine konkreten Vorgaben dazu vorgelegen, wie die Paradestrecke im Detail abzusichern ist. Für die kurzfristige Organisation der notwendigen Technik und Sicherheitskräfte habe damit die Zeit gefehlt.
Der kulturpolitische Sprecher der CDU‑Stadtratsfraktion dazu: „Das ist aus Veranstaltersicht nachvollziehbar, aber es ist bitter für Dresden, für das Dixieland-Festival und alle Gäste. Die Parade ist ein traditioneller Bestandteil und Höhepunkt des Festivals.
Dass die Verwaltung die Veranstalter monatelang im Ungewissen lässt, welche Auflagen geltend gemacht werden, ist mehr als kritikwürdig. Das zeugt von fehlendem Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Stadtverwaltung. Kurzum: Die Absage der diesjährigen Dixie-Parade ist ein Desaster, welches hoffentlich einmalig bleibt.“
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Die Parade sollte am 17. Mai von 16 bis 17 Uhr entlang des Terrassenufers durch die Dresdner Innenstadt ziehen. Tausende Besucher verfolgen traditionell den Umzug, der als Höhepunkt und Abschluss des Festivals gilt.
Die Dixieland-Parade zieht auch am Terrassenufer in Dresden vorbei.
© Robert Michael
Das eigentliche 54. Internationale Dixieland-Festival findet trotz der Absage wie geplant vom 10. bis 17. Mai statt. Auf Bühnen, in Clubs und Konzertsälen treten Bands aus Dresden, Deutschland und Europa auf. Nach Angaben der Veranstalter umfasst das Programm mehr als 250 Stunden Livemusik.
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