Interview

Jens Balzer: „Wir haben uns zum Objekt totaler Kontrolle gemacht“

In „Confusion Is Next“ erzählt Jens Balzer die Nullerjahre. Ein Gespräch über Big Brother, den 11. September, Peter Thiel und das Ende der Geschichte.

13 Min
Jens Balzer: „Wir haben eine völlig erschöpfte Gesellschaft, in der alles stillzustehen scheint.“

Jens Balzer: „Wir haben eine völlig erschöpfte Gesellschaft, in der alles stillzustehen scheint.“

© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Im Jahr 2007 stellte Steve Jobs das iPhone vor, 2008 ging Lehman Brothers bankrott, und in Berlin standen noch Wohnungen leer. Jens Balzer hat über die Nullerjahre ein Buch geschrieben, das vierte seiner Dekadengeschichte. Ein Gespräch über ein Jahrzehnt, in dem vieles begann, was man erst später verstand.

Ihr Buch macht einem auf frappierende Weise klar, wie Erinnerung funktioniert, nämlich, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, wann etwas angefangen hat, oder dass es überhaupt irgendwann angefangen hat und nicht schon immer da war.

Man war ja dabei, aber man hat die Dramatik in dem Moment nicht erfasst. Ich hatte, glaube ich, ein iPhone der zweiten Generation. Das war praktisch, mehr nicht. Dass dieses Gerät und der App-Store mit der Facebook-App unsere Kommunikation und am Ende auch die Politik verändern würden – das hat 2007 niemand geahnt. Es war der Beginn des Siegeszugs der sozialen Netzwerke.

Als Steve Jobs damals sagte, das iPhone werde alles verändern, dachte man: Marketingsprech. Dabei war es die Wahrheit.

Ich war übrigens nie auf Facebook, sondern habe mich damals geweigert. Man war alt genug, um zu denken: Meine Privatsphäre verschenke ich nicht. Rückblickend ist völlig klar, was passiert ist: Die Leute waren irgendwann rund um die Uhr online. Es gibt keine Sphäre mehr, in der diese virtuelle Welt keine Rolle spielt. Es gab damals schon Leute, die das geahnt haben. Peter Glaser hat in der Berliner Zeitung darüber geschrieben, was es bedeutet, wenn Bildschirme gestreichelt und gewischt werden, statt dass man darauf tippt. Das war visionär.

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Jens Balzer, geboren 1969, ist Autor, Journalist und Kolumnist. Bis Anfang 2017 war er stellvertretender Feuilletonchef der Berliner Zeitung. Sein erstes Dekadenbuch war „Das entfesselte Jahrzehnt. Sound und Geist der 70er“, dann erschienen „High Energy. Die Achtziger – das pulsierende Jahrzehnt“, „No Limit. Die Neunziger – das Jahrzehnt der Freiheit“ und nun zuletzt „Confusion Is Next. Die Nullerjahre – das Jahrzehnt des Umbruchs“ (Rowohlt, Berlin 2026) sowie sein Essay „Erlösung. Über Messianismus und Apokalyptik in den politischen Diskursen der Gegenwart“ (Matthes & Seitz, Berlin 2026).

Von der Volkszählung zum gläsernen Container

Die Bereitschaft, seine Privatsphäre herzuschenken, hat vielleicht schon mit der „Big-Brother“-Show angefangen. Der Titel leitet sich von George Orwells „1984“ her, einem Roman über einen totalitären Überwachungsstaat – und auf einmal ist das der Name einer Unterhaltungssendung. Das ist doch irre, oder?

Und keine zwei Jahrzehnte zuvor gab es in der Bundesrepublik die Proteste gegen die Volkszählung. Ich war 1983 vierzehn. Neben Atomkraft war die Volkszählung das Thema. Wenn man sich heute anschaut, was damals abgefragt werden sollte – wie weit der Arbeitsweg ist, solche Dinge –, und alle taten, als käme jetzt der Große Bruder. Und 15 Jahre später setzten die Leute alles daran, um sich im Internet komplett zu entblößen. Dabei war das erst der Anfang davon, dass sie ihre Daten komplett an Technologiekonzerne verschenken.

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Wie ist das passiert?

Wichtig ist das Privatfernsehen der Neunziger. Diese Daily Talks, in denen echte oder erfundene Charaktere ihre Schrullen und Tätowierungen vorführten – für fünfzehn Minuten Ruhm, um irgendwie aufzufallen, zu einem Charakter zu werden. „Big Brother“ war dann nur die nächste Stufe. Aber dass Menschen sich freiwillig in einen gläsernen Container einschließen und sich rund um die Uhr filmen lassen – das wäre zwanzig Jahre vorher undenkbar gewesen.

„Ein Laptop, der mit einem riesigen Knochen verbunden war“

Sie stellen fest, dass in den Nullerjahren ein neuer Typ Mensch entsteht, der digitale Nomade. Was charakterisiert ihn?

Mir war vor der Recherche nicht klar, wie alt der Begriff des digitalen Nomaden schon ist. Er wurde, glaube ich, 1998 zum ersten Mal geprägt. Und das war ja noch vor der universellen Erreichbarkeit. Es gab kein Smartphone.

Aber Handys.

Handys gab es, Laptops auch. Als ich 1998 als freier Autor bei der Berliner Zeitung anfing, war ich als Berichterstatter beim Fringe Festival in Edinburgh. Da gab es einen Laptop, der mit einem riesigen Knochen verbunden war. Mobiles Internet existierte nicht. Man konnte Texte schreiben und übertragen, aber nicht ins Netz gehen.

Die Idee, dass man ständig mobil ist, hat vor allem mit dem Wandel der Arbeitsverhältnisse zu tun. Man konnte die Arbeit mitnehmen – und die neuen Start-ups forderten das auch ein. Man war kein Angestellter mehr, sondern jemand, der Projekte entwickelt, ständig zwischen Aufgaben wechselt und sich neu erfindet.

Das klang erstmal großartig: im Café arbeiten, ohne feste Zeiten. Aber es hat seine dunkle Kehrseite, oder?

Man hat nie wirklich frei. Die Burn-out-Raten sind entsprechend gestiegen. 

Als ich 2000 am Alexanderplatz anfing, gab es rund um den Hackeschen Markt überall Tretrollerläden. Das war das große Ding. Ein Zeichen für Leute, die mobil sein und sich verändern wollten.

Heute hängen alle ängstlich an ihrem Arbeitsplatz, weil sie glauben, sie fänden keinen neuen. Sie bleiben in ihren Beziehungen, weil sie fürchten, keine eigene Wohnung zu finden. Wir haben eine völlig erschöpfte Gesellschaft, in der alles stillzustehen scheint. Bahnfahren kann man auch nicht mehr, weil man nicht ankommt.

Damals hatte man das Gefühl, man betritt eine Welt, deren Infrastruktur darauf ausgelegt ist, dass man in Bewegung bleibt. Das ist der dramatische Unterschied zu 2026. Heute stößt man auf Hindernisse, sobald man sich bewegt.

Es ist fast gefährlich, in Bewegung zu sein, oder?

Man bleibt ständig irgendwo stecken. Die Bahn ist nur das Sinnbild. Am besten bleibt man bei dem, was man hat, weil es ohnehin nicht besser wird. Dieser Geist ist an der Jahrtausendwende vollständig anders gewesen, gerade hier in Berlin.

In meinem Haus standen damals Wohnungen leer. Heute undenkbar.

Als ich 1999 eine Wohnung gesucht habe, hatte ich drei Angebote gleichzeitig. Ich konnte auswählen. Das können sich junge Leute gar nicht mehr vorstellen.

„Dass der Anschlag religiös motiviert war, wird nicht gesehen“

Die Nullerjahre sind auch von den Anschlägen am 11. September 2001 geprägt, und es gab damals schon eine Argumentation, die heute wieder aktuell ist: Manche haben die Anschläge erklärt — teilweise auch gerechtfertigt — mit der Politik der USA, mit deren Imperialismus und Kolonialismus, oder?

Sehr viele deutsche Intellektuelle haben die Schuld bei den USA gesucht und nicht bei den Attentätern. Beim Wiederlesen ist mir das noch einmal aufgefallen.

Dasselbe passiert doch jetzt mit Blick auf Gaza und den 7. Oktober. Man sagt nicht einfach: Das war ein Massenmord. Sondern: Das war nicht voraussetzungslos, dafür gibt es Erklärungen.

Wir sind am gleichen Punkt, was die Täter-Opfer-Umkehrung angeht. Beim 11. September fiel mir aber auch noch einmal auf, wie wenig man damals verstanden hat: dass dieser Anschlag religiös motiviert war. Das passt bis heute nicht in das Vorstellungsraster westlicher Intellektueller. Dass religiöse Fundamentalisten ein Symbol der Moderne angegriffen haben, gerät aus dem Blick.

Wir hatten gerade das Jubiläum, und die taz hat eine ganze Ausgabe zum 11. September gemacht, in der es fast ausschließlich darum ging, wie danach Muslime in den USA diskriminiert wurden. Der Anschlag selbst spielte eigentlich gar keine Rolle, und die Tatsache, dass die Täter Muslime waren, die sich in einem Heiligen Krieg wähnten, erst recht nicht.  

Das hat mit einem Grundirrtum der postkolonialen Studien zu tun: Die Geschichte der letzten Jahrzehnte erscheint nur noch als eine, in der der sogenannte Westen als Täter auftritt und der globale Süden sich dagegen wehrt. Darunter wird alles subsumiert. Ein zentraler Strang meines Buches ist deshalb die Rückkehr der Religion – als Motivation für politischen Terrorismus, aber auch für autoritäres politisches Denken im Allgemeinen.

Der Kampf gegen den dekadenten Westen

Darum geht es auch in Ihrem Essay „Erlösung“, der gerade erschienen ist. In Russland kann man diese Rückkehr der Religion beobachten und auch in den USA. Aber in Westeuropa?

Schon. In Frankreich hat Jordan Bardella eine starke Allianz mit konservativen katholischen Kreisen. In meinem Essay „Erlösung“ versuche ich darzulegen, wie religiös motiviert der russische Imperialismus ist. Das lässt sich an den Schriften von Alexander Dugin ablesen. Dort geht es darum, dass Russland als das Dritte Rom die wahre christliche Zivilisation gegen den dekadenten Westen verteidigen muss – wobei mit Westen auch der Katholizismus gemeint ist.

Dugin rechtfertigt damit die Invasion in der Ukraine, sucht aber zugleich den Schulterschluss mit dem fundamentalistischen Islam, um Russland und den Iran gegen den Westen zu vereinen. Und das findet sich bei den Vordenkern der AfD wieder.

Inwiefern?

Hans-Thomas Tillschneider etwa ist ein großer Dugin-Freund. Und Tino Chrupallas Grundsatzreferent Dimitrios Kisoudis liefert gewissermaßen den ideologischen Unterbau; bei ihm spielt Dugin eine zentrale Rolle, etwa in dem Buch „Ordnungsstaat“. Da geht es um eine autoritär organisierte Gesellschaft, in der Religion dazu dient, dass jeder an seinem Platz bleibt – und zugleich um Großraumvorstellungen.

Dugin spricht vom Eurasianismus: Der gesamte Raum von Lissabon bis Wladiwostok gehört unter die Kuratel der russischen Orthodoxie. Die welthistorische Mission, die er für Putin daraus ableitet, ist die, dass dieser als Stellvertreter Gottes auf Erden diesen Raum beherrscht. 

Das würden nicht alle AfD-Politiker unterschreiben. Aber es ist interessant, dass solche Denker dort so etwas vorgeben. Der Kampf gegen den dekadenten Westen orientiert sich an diesen religiös grundierten russischen Vorstellungen. Und selbst wenn die Religion auf dem Weg nach Westeuropa nicht durchsickert, bleiben die autoritären Vorstellungen. An Dugin und der Faszination, die er auf Intellektuelle im Umfeld der AfD ausübt, kann man das gut nachvollziehen.

Sie verorten im Jahr 2008 die Grundlage für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien – als Lehman Brothers Konkurs anmeldet und deutlich wird, dass sich das neoliberale Wirtschaftssystem der demokratischen Kontrolle entzogen hat. Sie schreiben aber auch über Merkel, die 2005 Kanzlerin wird und Themen in die CDU holt, die vorher bei den Grünen lagen. Macht sie damit nicht schon Platz für eine Partei rechts von ihr?

So kann man das heute sehen. Damals dachte man anders. Merkel hatte, glaube ich, das Gefühl, dass die ganze Gesellschaft sich liberalisiert und die CDU dem folgen müsse. Ich glaube, sie hat sich selbst gar nicht als Akteurin gesehen, sondern als jemand, der gesellschaftliche Trends aufgreift.

Zum anderen hatte die NPD in den neuen Ländern damals schon erhebliche Wahlerfolge.

In den Nullerjahren entstanden auch Zweifel an der Vorstellung, das Ende der Geschichte sei gekommen, die Demokratie mit ihrem kapitalistischen Wirtschaftssystem habe über die Diktatur gesiegt. In Wahrheit war sie auf dem Rückzug.

Wer aus der DDR kam, für den war der Sieg des Kapitalismus nicht nur ein Segen – viele wurden erst einmal arbeitslos. Und in Russland setzte sich schon in den Neunzigern das Recht des Stärkeren durch, unter der Kleptokratie der Oligarchen. Es gab überhaupt keinen Grund, Demokratie und Kapitalismus gleichzusetzen.

Dann kam 2000 Putin. Der tat eine Zeit lang so, als orientiere er sich an westlichen Werten, verfolgte aber schon in den Nullerjahren eine klar imperialistische Politik.

Jens Balzer

Jens Balzer

© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Was Peter Thiel an Facebook erkannte

Die Nullerjahre sind auch die Zeit, in der sich Peter Thiel bemerkbar macht. Zum einen investiert er in Facebook und zum anderen gründet er Palantir, ein Unternehmen, das große Datenmengen analysieren kann, etwa um diese Analysen im Krieg gegen den Terror einzusetzen.

Thiel bezieht sich auf den Anthropologen René Girard und dessen Theorie der mimetischen Rivalität: Wir wollen das, was der andere hat – nicht, weil wir es brauchen, sondern weil wir genau so und dann besser sein wollen als er. Und Girard leitet das wiederum aus biblischen Texten ab. Thiel sieht in Facebook genau dieses Prinzip am Werk: Die mimetische Rivalität bringt die Menschen dazu, sich in ihren Profilen immer weiter zu optimieren, so dass sie aus der Konkurrenz nicht mehr ausbrechen können.

Dabei wird alles, was sie tun, vom Netzwerk registriert: Sie machen sich also komplett zu gläsernen Menschen. Zwei Jahre zuvor hatte Thiel die Firma Palantir gegründet, die große Datenmengen so kompatibel gemacht hatte, dass man Muster erkennt: Grundlage für militärische und andere Geheimdienstarbeit, zunächst vor allem beim „War on Terror“ von George W. Bush.

Interessanterweise hat Thiel in seinen Vorträgen aus den Nullerjahren völlig klar gesehen, dass der 11. September ein religiös motivierter Anschlag war. Darin war er hellsichtiger als viele damals. Einer Gesellschaft, die sich unter einem Religionskrieg nichts mehr vorstellen kann, wurde ein Religionskrieg erklärt – und die Antwort darauf sind militärische Instrumente, auch solche Software.

Thiel ist Schüler von Leo Strauss. Und bei Strauss war die Lehre aus dem Untergang der Weimarer Republik, dass in Krisenzeiten die Demokratie suspendiert werden muss und die Eliten die Macht übernehmen.

Keine besonders sympathische Position.

Aber darauf gründet diese ganze Technologie. Und ich finde es immer erheiternd, wenn jetzt alle rufen, wir dürften kein Palantir in Deutschland haben – und das dieselben Leute sind, die seit zwanzig Jahren ihre Daten an Facebook verschleudern. Wir haben uns zum Objekt totaler digitaler Kontrolle gemacht. Da braucht man sich über Geheimdienste nicht mehr zu beschweren.

Sie schreiben, Thiel suche einen Ort, an den er sich flüchten kann. Was verspricht er sich davon?

Keine Kompromisse, keine Langsamkeit – und vor allem keine Steuern. Die ganze Idee gesellschaftlicher Umverteilung ist ihm zuwider. Jeder soll seines Glückes Schmied sein, alle sollen als Unternehmer gegeneinander antreten, und daraus entsteht dann angeblich das allgemeine Glück. Das ist die alte Hayek-Idee. 

Er weiß aber auch, dass das zu gesellschaftlichem Chaos führen kann. Deshalb interessierte er sich für abgelegene Täler in Neuseeland. Inzwischen hat er sich für Buenos Aires entschieden und steht auf gutem Fuß mit Milei.

Die Vorstellung vom Ende der Geschichte ist vielleicht doch eingetroffen, nur anders als gedacht, oder? Der Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus scheint endgültig.

Was gesiegt hat, ist eine bestimmte Form des Individualismus. Das ist ein Trend in den westlichen Gesellschaften seit den Siebzigern, seit 1968, und die Popkultur hat ihn abgebildet. Der Individualismus hat insofern gesiegt, als jeder Einzelne sich selbst zum Objekt totaler Überwachung macht, weil man nur so einen Platz in der Welt hat. Wir sind ohne unser digitales Double gar nicht mehr denkbar. Und das gibt es nur um den Preis, sich diesen Konzernen auszusetzen.

Ihr letzter Satz im Buch über die Nullerjahre lautet: „Was sich am Horizont abzeichnet, ist das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen.“ Was meinen Sie damit?

Die Entwicklungen der letzten zwanzig, dreißig Jahre haben dazu geführt, dass das Vertrauen in demokratische Institutionen so weit verschwunden ist, dass Menschen – wie gerade bei der Wahl in Sachsen-Anhalt – nur noch dann geschlossen zur Wahl gehen, wenn sie eine offenkundig antidemokratische Partei an die Macht bringen wollen.

Das System der parlamentarischen Demokratie und die regelbasierte internationale Ordnung genießen auch in anderen westeuropäischen Gesellschaften nur noch wenig Vertrauen. Und weil die Verkopplung von Demokratie und Kapitalismus brüchig geworden ist, ist der Kapitalismus das, was global noch verbindet. Aus dieser Sicht ist vielleicht wirklich das Ende der Geschichte eingetreten – nur hat nicht die Demokratie gesiegt, sondern der Kapitalismus. Darauf können sich autoritäre Staatsführer ebenso einigen wie Figuren wie Trump.

Die Nullerjahre waren also das Jahrzehnt, in dem alles anfing, nur erfasste man es nicht?

Oder wir konnten es hier in Berlin zumindest gut verdrängen.

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