Jürgen Klopp wird bei einem Medientermin zu Aussagen von Bastian Schweinsteiger gefragt, der sich zur Spielweise der Elfenbeinküste äußerte. Der ehemalige BVB-Trainer, der bei der WM in Mexiko, Kanada und USA für MagentaTV moderiert, schimpft – und verlässt das Gespräch.
Jürgen Klopp hat ein Interview während eines Medientermins in New York frühzeitig beendet. Das geht aus einem Video der „Deutschen Welle“ hervor. Demnach stellte eine Journalistin der „Deutschen Welle“ eine Frage zu Bastian Schweinsteiger und dessen Äußerungen zum Fußball der Elfenbeinküste gegen die deutsche Nationalmannschaft.
Doch schon während die Journalistin ihre Frage formulierte, unterbrach sie Klopp. „Und jetzt wollen Sie dieses Thema weiterdrehen.“ Im Anschluss machte der ehemalige Trainer von Liverpool und Borussia Dortmund klar, dass er auf diese Frage nicht antworten werde.
Spielweise der Ivorer ist „wild“, „unorthodox“
Bastian Schweinsteiger hatte im Rahmen des deutschen Gruppenspiels gegen die Elfenbeinküste für Aufsehen gesorgt, indem er die Spielweise des deutschen Gegners als „wild“, „unorthodox“, „nicht ganz so taktisch“ und ganz generell als „afrikanischen Fußball“ bezeichnete.
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Im Anschluss wurde Schweinsteiger für seine Aussagen kritisiert. Journalist und Autor Philipp Awounou erklärte in einem Gastbeitrag im „Spiegel“ den historischen Hintergrund der Worte: „Damals wurden schwarze Menschen afrikanischer Herkunft als unzivilisiert ("wild"), andersartig ("unorthodox") oder auch potenziell gefährlich ("unberechenbar") stigmatisiert.“
Awounou betonte außerdem, Schweinsteiger sei kein Rassist, bezeichnete seine Äußerungen jedoch als „problematisch“. In der Interview-Situation in New York machte Klopp unterdessen klar, dass er nicht wisse, was er zu dieser Situation sagen könne: „Es ist ein ernstes Thema und ich weiß nicht mal, was hier eine angemessene Äußerung ist. Für Menschen aus Afrika ist es das eine, für andere Menschen etwas anderes.“
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