Fünf Tage nach dem Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamtes nimmt die Kreisverwaltung Elbe-Elster ihre Außenstelle in Finsterwalde ab Montag schrittweise wieder in Betrieb. Der Zutritt ist nur nach Terminvereinbarung möglich, ein Wachschutz soll für Sicherheit sorgen.
Ab dem 21. Juli stehen das Gesundheitsamt sowie das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz in der Außenstelle in der Kirchhainer Straße 38a wieder für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Das teilte die Kreisverwaltung Elbe-Elster mit. Vorsprachen seien ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
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Nach Feuer im Jugendamt Finsterwalde: Sorge um Behördensicherheit
Landkreis verstärkt Sicherheitsvorkehrungen
Das Jugendamt sowie das Straßenverkehrsamt sind laut Mitteilung am Standort Finsterwalde aus technischen und organisatorischen Gründen bis auf Weiteres nicht erreichbar. Anliegen in diesen Bereichen sollten nach einer telefonischen Beratung oder Terminvereinbarung in Bad Liebenwerda erledigt werden. Für viele Leistungen des Straßenverkehrsamtes stünden zudem digitale Angebote des Landkreises bereit.
Als Konsequenz aus dem Vorfall verstärkt der Landkreis nach eigenen Angaben die Sicherheitsvorkehrungen. Sowohl in Finsterwalde als auch in Bad Liebenwerda werde während der Sprechzeiten dienstags von 8 bis 17 Uhr und donnerstags von 8 bis 16 Uhr ein Wachschutz eingesetzt. Die Haupteingänge der Gebäude blieben unabhängig von den Sprechzeiten geschlossen. Zutritt erhielten ausschließlich Besucher mit vereinbartem Termin.
Die Sprechzeiten in Finsterwalde waren seit dem 16. Juli ausgesetzt. An diesem Tag hatte ein 35-Jähriger nach Angaben der Polizei gegen acht Uhr eine Mitarbeiterin des Jugendamtes bedroht und in deren Büro Feuer gelegt. Die bedrohte Mitarbeiterin konnte sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Sicherheit bringen. Durch die starke Rauchentwicklung wurden den Angaben zufolge fünf Beschäftigte verletzt und in ein Krankenhaus gebracht – teils wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung, teils wegen eines Schocks.
Der Tatverdächtige wurde nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber dem Evangelischen Pressedienst kurz nach dem Vorfall im Umfeld der Außenstelle festgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchter Tötung. Zu den Hintergründen des Angriffs machten die Behörden zunächst keine Angaben.
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