Das FiSH Filmfestival Rostock hat sich seit 2004 als zentrales Frühjahrsereignis für junge Filmschaffende aus Deutschland und Nordeuropa etabliert. Unter dem Motto „Ein Filmfestival für alle“ findet die Veranstaltung in diesem Jahr vom 23. bis 26. April an verschiedenen Orten rund um den Stadthafen statt.
Das Programm umfasst mehr als 70 Filme. Im Fokus stehen die beiden Wettbewerbe „JUNGER FILM“ und „OFFshorts – Young Baltic Cinema“, die eine Auswahl herausragender Kurzfilme junger Filmemacher präsentieren. FiSH schafft damit Sichtbarkeit für Nachwuchstalente in Mecklenburg-Vorpommern, in den baltischen Staaten, Polen und Skandinavien.
Ergänzt wird das Programm durch weitere Auszeichnungen und Formate. Die zehn Kategorien umfassen Preisgelder zwischen 350 und 3000 Euro. Ein Beispiel ist der Sputnik-Preis: Dieser ist mit 500 Euro dotiert und an das Fusion-Festival gekoppelt. Er wird von der Kino-Crew des Musikfestivals gestiftet und verliehen.
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Ein besonderes Merkmal des Festivals sind die öffentlichen Jurydiskussionen. Neben Gesprächen mit den Filmschaffenden werden auch die Beratungen der Jurys live auf der Bühne und vor Publikum geführt. Dieses Format soll möglichst transparente Einblicke in Entscheidungsprozesse gewähren und den Besuchern neue Zugänge zur kritischen Bewertung von Filmkunst ermöglichen. Workshops, Filmgespräche und Networking-Veranstaltungen erweitern das Angebot zusätzlich.
Junge Stimmen sollen ernst genommen werden
„Kunst ist immer ein Spiegel ihrer Zeit“, sagt Festivalleiterin Hella Rihl, „und genau diese Auseinandersetzung ermöglicht das Festival“. Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen für demokratische Strukturen und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung setze FiSH ein klares Signal: Junge Stimmen sollen stärker in den Fokus rücken, ernst genommen und gezielt gefördert werden.
In diesem Jahr werde zudem erstmals ein Kinderprogramm angeboten. Präsentiert wird eine Auswahl aktueller Festivalbeiträge ergänzt durch besondere Archivfunde. Durch das Programm führt kindgerecht aufbereitet Hannes Sternkiker, Medienpädagoge der Medienwerkstatt Rostock.
Premiere von Polizeiruf 110
Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms ist die exklusive Premiere des Rostocker „Polizeiruf 110: Sie haben Namen“ unter der Regie von Franziska Schlotterer. Das Publikum erhält die Gelegenheit, den Film noch vor der TV-Ausstrahlung im Kino zu sehen. Die Vorführung beginnt am 26. April um 20 Uhr im li.wu. (Metropol) und wird von einem Q&A mit der Regisseurin eingeleitet.
PopFiSH: Das beste Musikvideo des Nordens
Gemeinsam mit PopKW e.V., dem Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft, zeichnet das FiSH zudem im Rahmen der PopFiSH Music Video Awards herausragende Musikvideos aus. Wer den Preis gewinnt, entscheidet in diesem Fall nicht die Jury, sondern das Publikum.
Das Motto des FiSH: "Ein Filmfestival für alle."
© https://fish-festival.de/
Mit mehr als 4000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr zählt das FiSH Filmfestival Rostock zu den bedeutenden Kulturevents in Norddeutschland. Es stärkt die Film- und Medienkultur in Mecklenburg-Vorpommern, vernetzt Akteurinnen und Akteure im Ostseeraum und fördert den Austausch zwischen Nachwuchs, Publikum und Branche. Seit 2017 steht das Festival unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Beiträge können jährlich Anfang November bis Mitte Januar eingereicht werden.
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