US-Politik

KI-Kontrolle: Trump unterzeichnet Dekret zu staatlicher Prüfung

Mit einer neuen Verfügung verlangt der US-Präsident von KI-Unternehmen, der Regierung vor der Veröffentlichung besonders leistungsfähiger Modelle Zugang zu gewähren.

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US-Präsident Donald Trump fordert KI-Unternehmen auf, der Regierung vor der Veröffentlichung ihrer Modelle Zugang zu ihnen zu verschaffen.

US-Präsident Donald Trump fordert KI-Unternehmen auf, der Regierung vor der Veröffentlichung ihrer Modelle Zugang zu ihnen zu verschaffen.

© Alex Brandon/AP

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag ein Dekret unterzeichnet, das KI-Firmen auffordert, der Regierung bis zu 30 Tage vor einer breiten Veröffentlichung Zugang zu leistungsstarken Modellen zu geben. Das geht aus dem vom Weißen Haus veröffentlichten Text der Verfügung hervor.

Die Regierung will demnach ein klassifiziertes Bewertungsverfahren entwickeln, um die fortgeschrittenen Cyberfähigkeiten von KI-Modellen zu prüfen und festzulegen, ab welcher Schwelle ein Modell als besonders leistungsfähiges „Spitzenmodell“ einzustufen ist. Über diese Einstufung soll laut Dekret der Direktor der National Security Agency (NSA) in Abstimmung mit weiteren Sicherheitsbehörden entscheiden.

Ausdrücklich hält der Text fest, dass keine verpflichtende staatliche Lizenz oder Vorabgenehmigung für die Veröffentlichung neuer KI-Modelle geschaffen werde. Die Mitwirkung der Unternehmen ist freiwillig.

Abgespeckte Fassung nach Intervention

Wie das Wall Street Journal berichtete, handelt es sich somit um eine verkürzte Version einer ursprünglich geplanten Verfügung, die Trump am 21. Mai zurückgezogen hatte. Diese hätte einen Prüfzeitraum von bis zu 90 Tagen vorgesehen. Trump habe damals erklärt, er wolle die wirtschaftlichen Vorteile der KI nicht behindern und im Technologiewettlauf mit China nicht zurückfallen, schrieb das Blatt. Der Risikokapitalgeber und KI-Berater David Sacks habe in letzter Minute interveniert, weil aus den freiwilligen Tests künftig eine verpflichtende Regulierung erwachsen könne.

Der Nationale Cyberdirektor Sean Cairncross und weitere Sicherheitsverantwortliche hätten dagegen auf Beschränkungen gedrängt, um möglichen Schäden durch KI zu begegnen, berichtete das Wall Street Journal weiter. Hintergrund seien auch Sorgen, dass Akteure mithilfe von KI biologische Waffen entwickeln könnten.

Anthropic erweitert Zugang zu Mythos

Parallel teilte das KI-Unternehmen Anthropic laut Wall Street Journal mit, dass es den Zugang zu seinem Modell Mythos auf rund 150 Unternehmen und Organisationen in mehr als 15 Ländern ausweite, nach zunächst etwa 50. Das Modell soll Sicherheitslücken in Software aufspüren. Das Weiße Haus hatte sich zuvor aus Sicherheitsgründen gegen eine Ausweitung ausgesprochen.

Wie der Sender CNBC berichtete, unterzeichnete Trump das Dekret ohne öffentliche Zeremonie. Eine geplante Veranstaltung mit Tech-Vorständen war im Mai abgesagt worden.

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