Die Kommission müsse genau klären, für wen ein Kinder-Impfstoff wirklich sinnvoll eingesetzt werden könne, erklärte Fischbach. Er bezeichnete es als „übergriffig und kontraproduktiv“, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und andere Politiker im Sommer Impfungen von Kindern ab zwölf Jahren eingefordert hatten, bevor Mediziner und Wissenschaftler dazu rieten.
Vertreter von Kinderärzten: Brauchen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr
Biontech/Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung für Fünf- bis Elfjährige
Fischbach: Spahn solle sich „tunlichst zurückhalten“
Dies habe viel Verwirrung bei Patienten und in Familien sowie Arztpraxen verursacht. „Daher sollte sich auch Herr Spahn jetzt tunlichst zurückhalten“, forderte Fischbach. „Ihm fehlt die Expertise, und wir Kinder- und Jugendärzte äußern uns auch nicht zu Themen, von denen wir nichts verstehen.“
Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass er zusammen mit dem US-Partnerunternehmen Pfizer in der EU die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Fünf- bis Elfjährige beantragt habe. Für über Zwölfjährige ist das Vakzin in Europa bedingt zugelassen.
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