Pandemie

Kinderschutzbund: Kinder werden in der Corona-Pandemie diskriminiert

Die neuen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene würden Kinder erneut benachteiligen, so der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Eine Schülerin führt in einer Berliner Gesamtschule vor Unterrichtsbeginn einen Corona-Selbsttest durch.

Eine Schülerin führt in einer Berliner Gesamtschule vor Unterrichtsbeginn einen Corona-Selbsttest durch.

© dpa/Jörg Carstensen

Dass Kinder verpflichtend getestet würden und Erwachsenen nicht, stehe „in einem Ungleichverhältnis“. Dass die Infektionszahlen bei Kindern anstiegen, sei logisch. „Jedes Kind wird verpflichtet, das zur Schule geht oder Kita, sich zweimal die Woche testen zu lassen. Wenn Sie das im Bereich der Wirtschaft machen würden, hätten Sie ganz andere Zahlen“, sagte Hilgers. Er forderte, dass die über 12-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien geimpft werden könnten, damit danach wieder normalerer Unterricht stattfinden könne.

Mit Blick auf die Ferien sagte er: Es brauche jetzt eine „riesige Kraftanstrengung“ gemeinsam von Bund, Ländern, Gemeinden und freien Trägern, um vor allem für benachteiligte Kinder ein Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. „Dass Bereitstellen von Milliarden alleine lässt ja noch keine Ferienfreizeit stattfinden“, auch kein Homeschooling oder Schwimmkurs, so Hilgers. Kinder zeigten bereits Zeichen, dass sie von der Pandemie stark belastet seien. „Wir müssen jetzt entgegensteuern“, sagte er.

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