Der 13 Monate alte Chihuahua Comando ist das kleinste Mitglied der Hundeeinheit der mexikanischen Nationalgarde. Der sieben Kilogramm schwere und 21 Zentimeter große Rüde absolviert in Mexiko-Stadt eine Ausbildung zum Such- und Rettungshund. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.
Ausrüstung in Miniaturgröße
Für seine Einsätze trägt Comando eine angepasste taktische Weste, eine Schutzbrille, einen Helm mit kleiner Kamera sowie Stiefel. Bei einer Trainingseinheit in der vergangenen Woche sei der Rüde Treppen hinaufgelaufen und habe Hindernisse überwunden, während ihm der deutlich größere, voll ausgebildete Hund Roko zugesehen habe, berichtete Reuters.
Leutnant Debora Hernandez sagte laut Reuters, der Hund widerlege zwei Vorurteile: Dass nur große Hunde in der Nationalgarde dienen könnten und dass eine militärisch geprägte Truppe keinen engeren Draht zur Bevölkerung aufbauen könne. Seine Anwesenheit erinnere die Menschen daran, dass „unter der Uniform Menschen stecken“.
Von Senioren übernommen
Die Nationalgarde hatte den Hund vor rund sechs Monaten im nördlichen Bundesstaat Chihuahua übernommen, nachdem seine älteren Besitzer sich nicht mehr um ihn kümmern konnten.
Laut dem Lokalportal Juárez Digital tritt Comando seitdem bei Bürgerveranstaltungen, Schulbesuchen und Kampagnen für verantwortungsvolle Tieradoption auf. Einen ersten großen öffentlichen Auftritt hatte er Mitte September bei der Militärparade zum 216. Jahrestag des Beginns der mexikanischen Unabhängigkeit.
Die Hundeeinheit der Nationalgarde umfasst nach Angaben von Reuters rund 350 Tiere, überwiegend Deutsche Schäferhunde und Labrador Retriever. Die Truppe untersteht der Armee.
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