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Katholikentag

Klimaaktivisten der Letzten Generation unterbrechen Auftritt von Scholz in Erfurt

„Wo, wo, wo ist der Klimakanzler?“, rufen die Aktivisten laut im Chor, als Olaf Scholz auf der Bühne steht. Zu einer Antwort kommt der Kanzler nicht.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein Aktivist der Letzten Generation hält ein Transparent während einer Podiumsdiskussion, an der Kanzler Olaf Scholz teilnimmt.

Ein Aktivist der Letzten Generation hält ein Transparent während einer Podiumsdiskussion, an der Kanzler Olaf Scholz teilnimmt.

© Kai Pfaffenbach/REUTERS POOL/dpa

Klimaaktivisten der Letzten Generation haben am Freitag einen Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gestört. Die Aktivisten unterbrachen die Rede des Kanzlers auf dem Deutschen Katholikentag, indem sie Fragen laut aus dem Publikum riefen und im Chor skandierten: „Wo, wo, wo ist der Klimakanzler“. Auch rollten sie ein Banner mit der Aufschrift „Letzte Generation“ aus.

Scholz versuchte bei der Podiumsdiskussion vor etwa 800 Menschen zunächst, etwas zu seiner Haltung zum Klimaschutz zu sagen, wurde aber niedergeschrien. Die Moderatorin unterbrach die Veranstaltung für einige Minuten. Das Publikum fing an zu singen: „Herr, gib uns deinen Frieden“. Daraufhin beruhigte sich die Lage. Die Diskussion wurde fortgesetzt.

Bundeskanzler Olaf Scholz nimmt an einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Katholikentag in Erfurt teil.

Bundeskanzler Olaf Scholz nimmt an einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Katholikentag in Erfurt teil.

© Kai Pfaffenbach/REUTERS POOL/dpa

Habeck entschuldigt sich: „Kontrolle über mein Leben komplett verloren“

Vizebundeskanzler Robert Habeck (Grüne) hat seinen Auftritt beim 103. Katholikentag in Erfurt mit einer Entschuldigung begonnen. Dass er nun offenbar zum ersten Mal an diesem Treffen der katholischen Laien teilnehme, sei ein „Versäumnis der Vergangenheit“, sagte der Grünen-Politiker zu Beginn eines Podiumsgesprächs. Er verwies darauf, dass er im Grunde nur noch seinem vorgegebenen Terminplan folge, über den er keine Bestimmung mehr habe. „Ich habe die Kontrolle über mein Leben an der Stelle komplett verloren“, sagte der Wirtschaftsminister und erntete damit Lacher aus dem Publikum. Die Gäste in der voll besetzten Alten Oper hatten Habeck zuvor bereits mit lautem Beifall empfangen. Eine lange Schlange mit Interessierten hatte sich schon lange vor Beginn des Podiums vor dem Veranstaltungsort gebildet.

Der am Mittwoch in der thüringischen Landeshauptstadt eröffnete Katholikentag geht noch bis Sonntag. Politische Prominenz ist bei den Gläubigentreffen in der Regel immer vertreten.

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