Das Städtische Klinikum Dessau will ab November bei künstlichen Kniegelenken ein Robotersystem einsetzen. Das teilte das Klinikum am Dienstag mit. Das Gerät mit dem Namen Velys liefert während des Eingriffs Messdaten und hilft dem Chirurgen, die Prothese an die Anatomie des Patienten auszurichten. Eine zusätzliche Computertomografie vor der Operation ist dafür nicht nötig, die Daten werden im Operationssaal erfasst. Damit entfällt für Patienten eine Untersuchung mit Strahlenbelastung. Der Roboter operiert nicht selbst; Entscheidung und Kontrolle bleiben beim Arzt.
Zugleich hat das Endoprothetikzentrum des Klinikums im September die Rezertifizierung durch die Initiative Endocert bestanden. Es gilt damit weiter als Zentrum der Maximalversorgung, der höchsten Stufe. Geprüft wurden unter anderem Erfahrung der Operateure, Abläufe, Hygiene, Patientensicherheit und Behandlungsergebnisse. Das Zentrum ist seit 2016 zertifiziert und trägt den Status der Maximalversorgung seit 2019. In den Jahren 2024 und 2025 wurden dort zusammen mehr als 1200 Operationen vorgenommen.
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Für Patienten aus Dessau-Roßlau und Anhalt heißt das: Erst- und Wechseloperationen an Hüfte und Knie, auch bei gelockerten oder infizierten Prothesen und bei Brüchen nahe einem Kunstgelenk, sind vor Ort möglich. Ob ein Gelenkersatz nötig ist, prüfen die Ärzte in der Endoprothesensprechstunde; operiert wird, wenn konservative Behandlungen nicht ausreichen. Termine gibt es unter der Telefonnummer 0340 501 1280. Seit April leitet Falk Sonnabend das Zentrum, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist Robert Rotter. Im AOK-Gesundheitsnavigator erhielt das Klinikum 2025 für den Kniegelenkersatz bei Arthrose die Höchstbewertung von drei Lebensbäumen.
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