Der Non-Food-Discounter Kodi mit Gesellschaftssitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt hat erneut Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des Unternehmens sollen rund 50 der 150 Filialen schließen. Die Kette gehört zur selben Muttergesellschaft wie die ebenfalls insolvente Kette Mäc-Geiz. Anders als diese ist Kodi nicht in Ostdeutschland vertreten.
Die Kodi Handels GmbH hat beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte das Unternehmen mit. Ziel sei es, den Fortbestand zu sichern, sagte Geschäftsführer Fabian Grund der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Die Ausgangslage ist allerdings nicht einfach.“
Nach seinen Worten müssen voraussichtlich rund 50 der derzeit 150 Filialen geschlossen werden. Damit sei auch ein Abbau von Arbeitsplätzen verbunden. Welche Standorte betroffen sind, ist nach Unternehmensangaben noch offen. Kodi beschäftigt eigenen Angaben zufolge etwa 1200 Menschen. Löhne und Gehälter für die Monate Juli, August und September seien über das Insolvenzgeld gesichert.
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Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter
Der Betrieb in den Filialen soll vorerst ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Als Gründe nannte das Unternehmen laut dpa die schwache Konsumstimmung, den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle sowie hohe Energie-, Lohnneben- und Mietkosten.
Das Amtsgericht Halle hat laut Mitteilung eine vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Dabei bleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt und leitet die Sanierung selbst. Als vorläufiger Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Lucas Flöther bestellt.
Auch Mäc-Geiz musste Insolvenz anmelden
Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren beantragt. Von ursprünglich rund 240 Filialen wurden danach nur 150 weiterbetrieben, mehr als 500 Beschäftigten wurde gekündigt. Die meisten Standorte befinden sich in Nordrhein-Westfalen.
Die Muttergesellschaft von Kodi hatte im Februar dieses Jahres den Non-Food-Discounter Mäc-Geiz übernommen, der vor allem in Ostdeutschland vertreten ist und rund 180 Filialen betreibt. Auch Mäc-Geiz stellte im Mai einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle. Auch dort stehen Filialschließungen im Raum.
Das 1981 gegründete Unternehmen Kodi verkauft vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel. Der Firmensitz ist in Oberhausen, Sitz der Gesellschaft ist Landsberg in Sachsen-Anhalt.
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