Die Köpenicker-Allee-Brücke am S-Bahnhof Wuhlheide im Bezirk Treptow-Köpenick soll im Frühjahr 2027 instand gesetzt werden. Autofahrer müssen sich auf eine mehrwöchige Vollsperrung und Umleitungen einstellen.
Die Arbeiten an dem Bauwerk sind nach Angaben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt für den Zeitraum von März bis Mai 2027 geplant. Das geht aus einer Antwort von Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (CDU) auf eine Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Johannes Martin (CDU) hervor.
Neue Schönfließer Brücke in Prenzlauer Berg: Anwohner setzen sich gegen Sitzbänke durch
Täglich droht der Kollaps: Jetzt baut ein polnischer Konzern die Mühlendammbrücke in Berlin-Mitte neu
Sanierung der Brücke an der Wuhlheide dauert Monate
Die Sanierung ist nach Angaben der Verwaltung in zwei Hauptbauphasen gegliedert. Zunächst sollen Arbeiten unterhalb der Brücke stattfinden, vor allem am Stahlbau und am Korrosionsschutz. Diese Arbeiten werden im Zuge von Sperrpausen der Deutschen Bahn durchgeführt. Dies bedeutet, dass der Gleisabschnitt für Zugfahrten währenddessen gesperrt ist.
In der zweiten Bauphase ist eine sechswöchige Vollsperrung der Rudolf-Rühl-Allee für den motorisierten Verkehr erforderlich. In diesem Zeitraum sollen die Fahrbahn und die Abdichtung erneuert sowie die Übergangskonstruktion und die Geländer ausgetauscht werden. Wegen der beengten Platzverhältnisse und der begrenzten Sperrpausen auf den Gleisanlagen seien die Arbeiten nur unter Vollsperrung möglich, teilte die Behörde mit.
Das Umleitungskonzept für den Autoverkehr wird laut Senatsverwaltung derzeit abgestimmt. Vorgesehen ist eine Umleitung über die Treskowallee. Für Fußgänger und Radfahrer soll die Brückenverbindung nach aktuellem Planungsstand weitgehend aufrechterhalten bleiben. Radfahrer müssen jedoch teilweise damit rechnen, absteigen und ihr Rad schieben zu müssen.
Die 1900 errichtete Brücke führt die Rudolf-Rühl-Allee über die Gleise von S-Bahn, Fernbahn und Parkeisenbahn Wuhlheide. Die letzte Brückenprüfung ergab nach Angaben der Senatsverwaltung mit der Zustandsnote 2,9 einen gerade noch ausreichenden Bauwerkszustand. Bei der nächsten Hauptprüfung sei mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen, sodass zusätzliche Verkehrseinschränkungen bis hin zur Vollsperrung nicht mehr ausgeschlossen werden könnten, erklärte die Behörde. Die Instandsetzung solle den Zeitraum bis zu einem geplanten Ersatzneubau überbrücken.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]