Wirtschaft

Konjunktur in Hildburghausen: Fast die Hälfte der Firmen meldet schlechte Geschäfte

Nur drei Prozent der Unternehmen im Landkreis wollen Personal aufbauen, 35 Prozent rechnen mit weniger Beschäftigten.

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Eine Fertigungslinie in der Industrie: 47 Prozent der Unternehmen im Landkreis Hildburghausen melden laut IHK-Herbstumfrage schlechte Geschäfte. (Symbolbild)

Eine Fertigungslinie in der Industrie: 47 Prozent der Unternehmen im Landkreis Hildburghausen melden laut IHK-Herbstumfrage schlechte Geschäfte. (Symbolbild)

© unsplash

Im Landkreis Hildburghausen bewerten 47 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als schlecht, 21 Prozent als gut und 32 Prozent als befriedigend. Das geht aus der Herbstumfrage der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hervor, die vom 7. September bis 4. Oktober lief. Die Stimmung hat sich damit zwar gegenüber dem Frühsommer verbessert, die meisten Betriebe blicken aber weiter skeptisch nach vorn: 52 Prozent erwarten in den kommenden Monaten schlechtere Geschäfte, 41 Prozent keine Veränderung und sieben Prozent eine Besserung.

Der Konjunkturklimaindikator der Kammer liegt bei 63,7 von 200 möglichen Punkten. Das sind zwölf Punkte mehr als im Frühsommer und acht mehr als vor einem Jahr. Werte unter 100 stehen für eine überwiegend schlechte Stimmung. Die Kammer rechnet die Zahl aus der aktuellen Lage und den Erwartungen der Betriebe zusammen.

Für die Beschäftigten im Kreis bedeutet das wenig Bewegung: 62 Prozent der Firmen wollen ihre Belegschaft halten, 35 Prozent rechnen mit weniger Personal, nur drei Prozent planen mehr Stellen. Investieren wollen 48 Prozent der Unternehmen, meist nur, um alte Anlagen zu ersetzen. Als größte Risiken nennen jeweils 71 Prozent die Energie- und die Rohstoffpreise, je 59 Prozent die Wirtschaftspolitik und die schwache Nachfrage im Inland.

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Die Industrie trägt im Landkreis 30 Prozent der Wertschöpfung, viele Betriebe liefern an Autohersteller. Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas sieht die Erträge der Zulieferer von zwei Seiten unter Druck: durch Preisvorgaben der Autokonzerne und durch höhere Kosten für Energie, Rohstoffe und den gesetzlichen Mindestlohn. Im Auslandsgeschäft melden 69 Prozent der Industriebetriebe wieder Aufträge, nach einem Einbruch im Vorjahr.

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