Gesundheit

Krebs-Studie: Reiche haben bessere Überlebenschancen

Für die Untersuchung verglichen Forscher die Daten von Krebspatienten aus wohlhabenden und aus ärmeren Wohnvierteln in Hamburg.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Eine Ärztin betrachtet das Röntgenbild einer Lunge (Symbolbild).

Eine Ärztin betrachtet das Röntgenbild einer Lunge (Symbolbild).

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Imago/Cavan Images

Im sozioökonomisch stärksten Viertel starben beispielsweise 93,8 Prozent der an Prostatakrebs erkrankten Patienten in den nächsten fünf Jahren nicht an dieser Krankheit. In den schwächsten Stadtteilen waren es laut DKFZ fast 15 Prozentpunkte weniger. Bei Darmkrebs überlebten 72,9 Prozent in guter Wohnlage, in ärmeren Vierteln lediglich 62,1 Prozent. Nicht so gravierend war der Unterschied bei Brustkrebs (8 Prozentpunkte) und Lungenkrebs (2,5 Prozentpunkte).

Wissenschaftler berücksichtigten mehr als 73.000 Fälle

Die Studie basiert auf Daten von 73.106 Patienten, die im Hamburgischen Krebsregister erfasst und zwischen 2004 und 2018 an Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs erkrankt waren. Für die Bewertung der Stadtteile nutzten die Epidemiologen den Hamburger Sozialindex, der unter anderem Arbeitslosenquote, Anzahl der Sozialwohnungen, Wohnungsgröße und Haushaltseinkommen erfasst.

Eine mögliche Erklärung für die teilweise erheblichen Differenzen sei, dass Vorsorgeuntersuchungen von Menschen in schwächeren Wohnlagen seltener wahrgenommen würden, teilte das DKFZ mit. Werde Krebs erst in späteren Stadien entdeckt, sei die Prognose schlechter.

Der Vergleich einzelner städtischer Gebiete sei besonders interessant, sagte Lina Jansen vom DKFZ. „So spielen Unterschiede bei der Erreichbarkeit medizinischer Versorgung innerhalb einer Stadt eine geringere Rolle als in Regionen, die sowohl städtische als auch ländliche Gebiete einschließen.“

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