Am Flughafen BER dürfen ab 1. Januar 2027 nur noch Taxis mit Betriebssitz in Schönefeld Fahrgäste aufnehmen. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat die Vereinbarung mit dem Land Berlin über den Taxiverkehr am Flughafen zum 31. Dezember gekündigt, wie er am Montag mitteilte. Berliner Taxis verlieren damit das Recht, am BER auf Kunden zu warten. Zugleich endet für Taxis aus dem Landkreis die Möglichkeit, an Berliner Standplätzen zu laden; sie nutzten diese bisher ohnehin kaum.
Die Vereinbarung vom 15. September 2020 wurde im Zuge der Eröffnung des BER und der Schließung von Tegel geschlossen. Sie erlaubte bis zu 1100 Taxis aus Berlin und dem Landkreis, am Flughafen Fahrgäste aufzunehmen. Inzwischen rechnet der Landkreis mit einem Bedarf von nur noch 500 bis 600 Fahrzeugen. Fahrer warten am BER gerade oft mehr als drei Stunden, bis sie einen Auftrag bekommen.
Landrat Herzberger sieht Taxis aus dem Landkreis als ausreichend an
Landrat Sven Herzberger begründet den Schritt mit den Marktbedingungen und der wirtschaftlichen Lage der Taxiunternehmen im Kreis. „Nach unserer Einschätzung werden die im Landkreis konzessionierten Taxis auch künftig ausreichen, um die Nachfrage am Flughafen zuverlässig zu bedienen“, sagte er. Die örtlichen Taxiverbände hätten das zugesichert. Der Landkreis verweist außerdem auf die Konkurrenz durch Mietwagen, die über Uber, Bolt oder Free Now vermittelt werden, auf gesunkene Passagierzahlen und gestiegene Kosten für Kraftstoff und Energie.
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Grundlage der Regelung ist das Personenbeförderungsgesetz: Taxis dürfen nur in der Gemeinde bereitstehen, in der ihr Unternehmen seinen Sitz hat. Der BER liegt auf dem Gebiet des Landkreises Dahme-Spreewald.
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