Das Kuratorium der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung hat gestern auf seiner konstituierenden Sitzung entschieden, im Berliner Rathaus Schöneberg zu residieren.Das Rathaus sei ein bedeutendes Symbol und auf immer mit der Geschichte der Wiedervereinigung verbunden, so der Kuratoriumsvorsitzende und Altbundespräsident Walter Scheel zu Beginn der Arbeit.Von Schöneberg aus habe Brandt als damaliger Regierender Bürgermeister Zeichen gesetzt und später als Bundeskanzler Berlin nicht aus den Augen verloren.Schönebergs Bezirksbürgermeister Uwe Saager (SPD) zeigt sich sehr erfreut, "ab und an wieder Glanz" in sein nun normales Bezirksrathaus zu bekommen. Die Stiftung plant vor allem, eine Ausstellung vorzubereiten, Diskussionen und Tagungen mit internationaler Beteiligung anzubieten und zu forschen. Gedacht ist auch daran, die Archivalien der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung über Willy Brandt auszuwerten. "Wir wollen junge Leute über die deutsche Geschichte aufklären", sagt Walter Scheel. Die Satzung schreibt unter anderem fest, Brandt zu ehren und in seinem Sinn aktiv zu werden. Dazu zählt beispielsweise die Sicherung der Demokratie in Europa sowie der Nord-Süd-Dialog. Unter den zehn Kuratoriumsmitgliedern sind Brandts Witwe, Brigitte Seebacher-Brandt, und der SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi. +++
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