Die vom Landkreis Bautzen beschlossenen Einsparungen im Busverkehr, mit denen die Geburtenstation des St. Johannes-Krankenhauses in Kamenz gestützt werden soll, bringen weniger Einnahmen als vorgesehen. Statt der geplanten 500.000 Euro werden voraussichtlich nur rund 360.000 Euro zusammenkommen. Damit klafft eine Lücke von etwa 140.000 Euro.
Wie die fehlenden Mittel aufgebracht werden sollen, lasse sich erst nach Abschluss des Haushaltsjahres beantworten. Weitere Einschnitte im öffentlichen Nahverkehr seien derzeit nicht geplant, so das Landratsamt Bautzen.
St. Johannes-Krankenhaus erhält eine halbe Million Euro
Das Verkehrsunternehmen Regionalbus Oberlausitz (RBO) hatte die Streichungen zum 3. August umgesetzt. Betroffen sind rund 40 Buslinien im Ferien- und Wochenendverkehr. Medienberichten zufolge sollen bis zum Jahresende insgesamt 7900 Einzelfahrten wegfallen.
Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss des Bautzner Kreistags von Ende Mai. Damals hatte das Gremium entschieden, dem privaten St. Johannes-Krankenhaus in Kamenz kurzfristig eine halbe Million Euro zur Verfügung zu stellen. Damit soll der Betrieb der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bis zum Ende des laufenden Jahres gesichert werden.
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