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Veto gegen Eil-Beschluss

Steht das 29-Euro-Ticket in Berlin vor dem Aus?

Der VBB-Aufsichtsrat sollte auf einer Sondersitzung über das 29-Euro-Ticket beraten. Ob diese nun stattfindet, ist aber unsicher.

Team News Kathrin Merz kme/dpa
2 Min
Kommt das 29-Euro-Ticket für Berlin doch nicht? (Symbolbild)

Kommt das 29-Euro-Ticket für Berlin doch nicht? (Symbolbild)

© imago/Christoph Hardt

Die Oktober-Einführung des Berliner 29-Euro-Tickets steht laut einem Medienbericht vor dem Aus. Am Donnerstag sollte über den regionalen Nachfolger des 9-Euro-Tickets auf einer Sondersitzung des VBB-Aufsichtsrats beraten und abgestimmt werden. Nun ist allerdings unsicher, ob die Sitzung stattfindet.

Wie der Tagesspiegel berichtet, legte am Dienstag Gernot Schmidt (SPD), Landrat von Märkisch-Oderland, förmlich Einspruch gegen die Dringlichkeit der Sitzung ein. Hintergrund ist laut dem Bericht offenbar, dass die Beschlussvorlage erst am Nachmittag von der VBB-Aufsichtsratsvorsitzenden und Berliner Mobilitätsstaatssekretärin Meike Niedbal verschickt wurde. Von Seiten der Senatskanzlei hieß es dazu, es werde alles versucht, dass die Aufsichtsratsitzung wie geplant stattfinden könne. Für den Fall, dass das nicht gelinge, solle sie in der kommenden Woche nachgeholt werden.

Senat will 29-Euro-Ticket von Oktober bis Ende Dezember

Die Zeit drängt. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hatte am Dienstag nach Beratungen im Senat zu dem Thema gesagt, eine Entscheidung müsse am Donnerstag fallen, damit die Verkehrsbetriebe genug Zeit für die Vorbereitung hätten.

Zur Diskussion steht die Einführung eines auf Berlin beschränkten 29-Euro-Tickets für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember, wie aus einer Vorlage der Senatsverwaltung für Umwelt und Mobilität an den Hauptausschuss im Abgeordnetenhaus hervorgeht, der am Mittwoch getagt hat. Der VBB-Aufsichtsrat sollte am Donnerstag bei einer Videoschalte darüber abstimmen.

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Brandenburg lehnt gemeinsames Ticket für die drei Monate ab

In Brandenburg gibt es Vorbehalte gegen den Berliner Alleingang. Ein gemeinsames Ticket für die drei Monate lehnt Brandenburg ab. Am vergangenen Wochenende hatte der brandenburgische Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) den Berliner Vorstoß für eine Nachfolge des 9-Euro-Tickets kritisiert. „Für zwei Länder, die so eng miteinander verbunden sind wie Berlin und Brandenburg, sollten solche Vorschläge wie der aus Berlin nicht über die Medien kundgetan werden“, sagte Beermann der Deutschen Presse-Agentur. „Die Frage ist: Ist es klug, einen Sonderweg zu gehen, wenn man in Berlin-Brandenburg einen gemeinsamen Verkehrsverbund hat?“

Auch wenn der VBB-Aufsichtsrat, in dem nicht zuletzt mehrere Bürgermeister und Landräte aus Brandenburg vertreten sind, am Donnerstag über das 29-Euro-Ticket abstimmen sollte, ist offen, wie er entscheidet.

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